Kremsmünster: Opfer mit Aufarbeitung unzufrieden

    18. März 2013, 17:13
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    Am 21. März veranstalten Betroffene ein hochkarätig besetztes Symposium zu dem brisanten Thema im Linzer Wissensturm

    Linz - Da sie mit der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Benediktinerstift Kremsmünster unzufrieden sind, haben nun einige Betroffene selbst die Zügel in die Hand genommen. Am 21. März veranstalten sie ein hochkarätig besetztes Symposium zu dem brisanten Thema im Linzer Wissensturm. Zu den Referenten am kommenden Donnerstag gehören unter anderem die forensische Psychiaterin Heidi Kastner, die im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Missbrauchsopfer von Kremsmünster untersucht hat, der Historiker Michael John, Mitglieder der Wilhelminenberg-Kommission, sowie der deutsche Autor Andreas Huckele.

    Nach wie vor offen sind in der Causa Kremsmünster die rechtlichen Konsequenzen. Ob es zu einer Anklage gegen einen ehemaligen Pater kommt, wird sich Ende März entscheiden.

    700.000 Euro Entschädigung

    Die Staatsanwaltschaft hatte 2010 nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen drei Brüder Ermittlungen aufgenommen. Zwei Verfahren wurden wegen Verjährung eingestellt. Gegen acht Personen gab es Anschuldigungen wegen körperlicher oder seelischer Gewalt. Sie wurden aber als strafrechtlich nicht relevant oder verjährt eingestuft. 38 ehemalige Schüler haben sich an die Klasnic-Kommission gewandt. Das Stift zahlte bisher 700.000 Euro an Entschädigungen. (mro, DER STANDARD, 19.3.2013)

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