Zehn Tote bei Anschlag nahe Präsidentenpalast in Somalia

18. März 2013, 13:36
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Ranghoher Offizier soll Ziel des Anschlages gewesen sein - Wer hinter dem Anschlag steckt ist noch nicht bekannt

Mogadischu - In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Montag bei der Explosion einer Autobombe mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Der Sprengsatz sei in der Nähe des Präsidentenpalastes detoniert, sagte ein ranghoher Polizist der Nachrichtenagentur Reuters. Offenbar seien führende Regierungsmitglieder das Ziel gewesen. Der Selbstmordattentäter habe die Bombe gezündet, als er auf einem Boulevard zwischen dem Präsidentenpalast und dem Nationaltheater gefahren sei. Ein öffentlicher Minibus habe Feuer gefangen, auch mehrere Teestuben seien in Brand geraten. Der Attentäter habe es wohl auf einen ranghohen Offizier der nationalen Sicherheitskräfte abgesehen gehabt, dessen Wagen das Nationaltheater passierte, sagte der Polizist.

Wer hinter dem Anschlag steckte, war zunächst nicht klar. In der Vergangenheit hat häufig die islamistische Gruppe Al-Schabaab Attentate verübt. Die Sicherheitslage in Mogadischu hat sich allerdings verbessert, seit das Militär durch eine Offensive im August 2011 die Al-Schabaab, die der extremistischen Al-Kaida nahe steht, zurückgedrängt hat. Allerdings werden noch immer Anschläge und Bombenattentate in Mogadischu verübt. (Reuters, 18.3.2013)

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    Ausgebrannte Autowracks am Anschlagsort.

     

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    Zivilisten versuchen, Verschüttete aus den Trümmern am Anschlagsort zu befreien.

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