Angebot zur Einstellung des Wulff-Verfahrens für 20.000 Euro

17. März 2013, 20:44
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Groenewold soll demnach für 30.000 Euro straffrei bleiben

Berlin - Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den Anwälten des früheren deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" angeboten, das Ermittlungsverfahren wegen Vorteilsannahme gegen eine Zahlung von 20.000 Euro einzustellen. Für den mit Wulff befreundeten Filmemacher David Groenewold, gegen den seit gut einem Jahr wegen Vorteilsgewährung ermittelt wird, gebe es ein entsprechendes Angebot mit dem Betrag von 30.000 Euro, berichtet die Zeitung in ihrer Montagsausgabe. Wulff und Groenewold haben demnach bis Mitte April Zeit, sich zu entscheiden.

Ein in das Verfahren eingebundener Vertrauter des früheren Bundespräsidenten habe gegenüber der "FAZ" bestätigt, dass entsprechende Berichte der "Hannoverschen Allgemeinen" und der "Tagesschau" zutreffen, berichtete die FAZ vorab aus ihrer Montagsausgabe. Die Staatsanwälte boten demnach an, das Verfahren nach Paragraph 153a Strafprozessordnung einzustellen. Ob die Zahlungen Wulffs und Groenewolds an einen gemeinnützigen Verein oder an die Staatskasse überwiesen werden sollen, sei noch nicht geklärt. Wulff und Groenewold blieben bei Zahlung juristisch straffrei.

Die Ermittlungen gegen Wulff dauern bereits seit über einem Jahr an. Der CDU-Politiker war wegen der Vorwürfe der Bestechlichkeit und Vorteilsnahme als Bundespräsident zurückgetreten. Die Ermittlungen gegen Wulff bezogen sich auf Hotelaufenthalte in München und auf Sylt, zu denen Groenewold ihn den Vorwürfen zufolge eingeladen hatte. (APA, 17.3.2013)

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