Riesiger Pelikan hätte einen Menschen überragt

17. März 2013, 16:19
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Paläontologen entdecken in der Region Ica ein außergewöhnliches Fossil aus dem Oligozän

Lima - Pelikane zählen heute zu den größten und schwersten flugfähigen Vögeln. Das 35 Millionen Jahre alte Exemplar, dessen fossile Reste Paläontologen nun in Peru fanden, legte da aber noch einmal etwas drauf: Aufgerichtet hätte es einen durchschnittlichen Menschen überragt.

Früher war (fast) alles größer

Die Forscher um den Expeditionsleiter Klaus Hönninger fanden das Fossil in der Region Ica an der Pazifikküste Perus. Für Paläontologen befinden sich dort ergiebige Fundstätten von Relikten aus der Erdneuzeit. Unter anderem wurden dort schon Fossilien von Riesenpinguinen, der ausgestorbenen Zahnwalgattung Kentriodon und des riesigen Hais Megalodon entdeckt.

Laut Hönninger weist das nun gefundene Fossil gut erhalten gebliebene Hautreste auf. Der Forscher sprach von einem "außergewöhnlichen Fund", der bisher weltweit einmalig sei. Die genaue Zuordnung der Spezies ist noch nicht geklärt, laut Hönninger ähnelte der zwei Meter hohe Vogel aus dem Oligozän aber einem Pelikan.

Unter die Räder gekommen

Allerdings ist die Wüstenregion nicht nur bei Paläontologen beliebt: Im Jänner führte ein Teil der Rallye Dakar, die zwar ihren Namen beibehalten hat, aber seit 2009 in Südamerika stattfindet, zum zweiten Mal durch Ica. Weil beim vorangegangenen Mal Fossilien zerstört wurden, löste dies heftige Proteste peruanischer Wissenschafter aus. (red, derStandard.at, 17. 3. 2013)

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