Bulgaren demonstrieren für Atomstrom

17. März 2013, 13:34
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Hunderte Menschen auf den Straßen

Sofia - Hunderte Bulgaren sind knapp eine Woche nach der Amtsübernahme einer Interimsregierung aus Experten wieder auf die Straße gegangen. Dabei forderten sie auch billigen Atomstrom für die privaten Haushalte. In Sofia und anderen Städten verlangten die Demonstranten am Sonntag Maßnahmen gegen die Monopolstellung der Anbieter von Strom, Fernwärme und Leitungswasser. Sie blockierten wichtige Kreuzungen und Hauptstraßen sowie den Bahnhof von Warna.

Damit die Strompreise gesenkt werden können, forderten die Demonstranten in Sofia mehr Strom aus dem Atomkraftwerk Kosloduj an der Donau. Sie verlangten, dass dort zwei Meiler wieder ans Netz gehen sollen. Diese waren Ende 2006 als Vorbedingung für den EU-Beitritt des Balkanlandes abgeschaltet worden.

Ebenso wie bei den Massenprotesten gegen hohe Strompreise, die die bürgerliche Regierung am 20. Februar gestürzt hatten, verlangten die Demonstranten auch jetzt die Verstaatlichung der Stromanbieter. Dabei handelt es sich um die regionalen Strukturen von EVN aus Österreich sowie der tschechischen CEZ und Energo-Pro. (APA, 17.3.2013)

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