Chinas Premier wies Vorwürfe wegen Internet-Angriffen zurück

17. März 2013, 10:56
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"Grundlose Anschuldigungen" seien zu vermeiden

China und die USA sollten nach den Worten des neuen chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang gegenseitige "grundlose Anschuldigungen" über Hackerangriffe auf Computersysteme vermeiden. Stattdessen sollten die beiden Staaten lieber praktische Maßnahmen zur Internetsicherheit ergreifen, sagte Li vor Journalisten zum Abschluss der jährlichen Tagung des chinesischen Parlaments. Es sei ein globales Problem, und China sei selbst Ziel solcher Hackerangriffe. Sein Land unterstütze derartige Aktivitäten nicht.

Spezialabteilung

Vor allem aus den USA kommen die Vorwürfe, China stecke hinter den jüngsten Angriffen auf Computersysteme westlicher Industriestaaten. Eine US-Sicherheitsfirma vermutet eine Spezialabteilung der chinesischen Armee hinter den Angriffen.

Reformen versprochen

Li versprach zum Abschluss der jährlichen Sitzung des Volkskongresses in Peking Reformen und nachhaltiges Wachstum. Der Premier sicherte zu, die große Kluft zwischen Arm und Reich verringern und die Einkommen steigern zu wollen. China müsse seine Wirtschaft transformieren und sich stärker auf die Binnennachfrage stützen. Auch müsse das Sozialnetz ausgebaut werden. Der neue Premier versprach weiters einen energischen Kampf gegen Korruption und Umweltverschmutzung. Er verordnete Regierungsstellen einen strikten Sparkurs. (APA/Reuters, 17.3.2013)

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