Deutsche Bahn: Warnstreik am Montag

16. März 2013, 15:40
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Zwischen sechs und acht Uhr könnte es Verspätungen und Zugausfälle in ganz Deutschland geben

Berlin - Bahnreisende in Deutschland müssen sich wegen eines Tarifstreits am Montag auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen: Zwischen sechs und acht Uhr werden Angehörige der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bundesweit in einen Warnstreik treten, wie ein Gewerkschaftssprecher am Samstag mitteilte. Demnach sollen an verschiedenen Schwerpunkten Stellwerke und Werkstätten bestreikt werden, auch das für die Zugreinigung zuständige Personal werde punktuell die Arbeit niederlegen.

"Wir werden die Reisenden nicht mehr als nötig verärgern", sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz der Nachrichtenagentur AFP. Die Warnstreiks sollten zunächst "mit Augenmaß" ablaufen. Die Gewerkschaft sei aber bereit zu weiteren Arbeitsniederlegungen, "wenn sich auf Arbeitgeberseite nichts bewegt".

Tarifverhandlungen fortgesetzt

Die Bahn und die EVG wollen am späten Montagnachmittag ihre Tarifverhandlungen in Berlin fortsetzen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten zuletzt Steigerungen von 2,4 und 2,0 Prozent für die Dauer von 24 Monaten angeboten. Die Gewerkschaft erwarte hier "ein deutlich verbessertes Angebot" des Arbeitgebers, sagte EVG-Sprecher Reitz.

Die Deutsche Bahn hat mit Unverständnis auf den angekündigten Warnstreik reagiert. Es sei absurd, jetzt zu streiken, nachdem über ein aktuelles Lohnangebot der DB noch gar nicht verhandelt worden sei, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) am Samstag in Berlin. Die Bahn werde versuchen, die Streikauswirkungen für die Reisenden möglichst gering zu halten. (APA, 16.3.2013)

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