Lawinenabgang am Dachstein: Vermutlich keine Verschütteten

Hohe Lawinengefahr in den oberösterreichischen Bergen

Ein Lawinenabgang am Dachstein (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich dürfte entgegen ersten Vermutungen keine Opfer gefordert haben. Der Kegel wurde abgesucht, aber es wurden weder Signale von Lawinenpiepsern geortet noch andere Spuren entdeckt. Vermisstenmeldungen lagen bis zum späten Nachmittag ebenfalls nicht vor, wie die Polizei mitteilte. Es gebe Gerüchte, dass eine Person teilverschüttet worden sei, sich selbst befreite und weiterfuhr. Aber dieser Wintersportler konnte bisher nicht ausgeforscht werden, so die Exekutive.

Hohe Lawinengefahr

Blauer Himmel, Sonnenschein und frischer Neuschnee haben am Samstag zahlreiche Skifahrer in die Berge gelockt, auch am Dachstein waren laut Polizei Hunderte im alpinen Gelände unterwegs. Allerdings ließen die Schneefälle und der starke Wind der vergangenen Tage die Schneebrettgefahr anschwellen. Oberhalb der Baumgrenze herrschte Stufe vier (von fünf).

Gegen 11.20 Uhr ging beim Einstieg zum sogenannten Randkluftsteig, der zum knapp 3.000 Meter hohen Gipfel führt, eine Lawine ab. Ob die Schneemassen durch Tourengeher ausgelöst wurden oder von selbst in Bewegung gerieten, war unklar.

Eine Suche nach Signalen möglicher Verschütteter durch Wintersportler, die als erstes zum betroffenen Hang kamen, blieb ergebnislos. Zur Sicherheit stiegen vier Hubschrauber - zwei Rettungsflieger und zwei Polizeihelikopter - auf, um sich an der Aktion zu beteiligen. Sie lieferte aber keine Hinweise auf Opfer. Die Exekutive ersuchte am Nachmittag Augenzeugen, sich zu melden. (APA, 16.3.2013)

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