Chavez wird doch nicht einbalsamiert

16. März 2013, 11:19
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Regierung in Caracas gibt Vorhaben auf - Sarg vorerst im Militärmuseum

Caracas - Der Leichnam des venezolanischen Staatschefs Hugo Chavez soll nun doch nicht einbalsamiert werden. Das teilte der Informationsminister der Regierung, Ernesto Villegas, am Freitag (Ortszeit) mit. Für das Verfahren hätte die Leiche für sieben Monate nach Russland gebracht werden müssen, schrieb Villegas als Grund für die Aufgabe des Vorhabens. Tausende Venezolaner hatten zuvor in der Hauptstadt Caracas den Leichnam von Chavez auf seinem Weg in ein Militärmuseum begleitet.

Am Mittwoch hatte Übergangspräsident Nicolás Maduro gesagt, die Einbalsamierung des verstorbenen Staatschefs gestalte sich schwierig. Er berief sich auf russische und deutsche Wissenschafter, denen zufolge mit dem Verfahren früher hätte begonnen werden müssen. Maduro hatte nach Chavez' Tod am 5. März angekündigt, der Leichnam werde wie Lenin, Ho Tschi Minh oder Mao Tse-tung "für die Ewigkeit" präpariert.

Sarg nun im Militärmuseum

Unter der Anteilnahme Hunderttausender Venezolaner ist der Leichnam von Staatschef Hugo Chavez zu seiner vorläufigen Ruhestätte gebracht worden. Anhänger des "Comandante" säumten am Freitag die Strecke zu dem Militärmuseum in Caracas, in dem der Sarg des langjährigen Staatschefs aufgebahrt ist. Die venezolanische Regierung ließ von ihren Plänen ab, den Leichnam einzubalsamieren.

Von der Militärakademie, in der Chavez neun Tage und Nächte lang öffentlich aufgebahrt war, setzte sich der Prozessionszug mit dem Sarg nach einer kurzen Zeremonie in Bewegung. Menschen in roter Kleidung, in T-Shirts mit Fotos des Verstorbenen und mit venezolanischen Flaggen drängelten sich entlang der zwölf Kilometer langen Strecke durch die Hauptstadt.

Angeführt wurde die Prozession von Übergangspräsident Nicolas Maduro, Parlamentspräsident Diosdado Cabello und dem bolivianischen Staatschef Evo Morales. Chavez' vorläufige Ruhestätte befindet sich in einer in ein Militärmuseum umgewandelten ehemaligen Kaserne. Dort hatte Chávez sein Hauptquartier eingerichtet, nachdem 1992 sein Versuch gescheitert war, den damaligen Präsidenten Carlos Andres Perez zu stürzen.

Ab Samstag sollte das Museum für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Regierung rechnet damit, dass es ein "Pilgerort für die Revolutionäre der Welt" wird. Allerdings wird der Leichnam nun nicht mehr zu sehen sein, weil er nun doch nicht mehr nach dem Vorbild von Lenin und anderer Revolutionäre einbalsamiert wird. (APA, 16.3.2013)

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    Für eine Einbalsamierung müsste Chavez sieben Monate nach Russland.

     

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