Galaxy S4: Ein erster Blick auf Samsungs neues Smartphone-Flagschiff

Andreas Proschofsky
17. März 2013, 11:19
  • Das Galaxy S4: Rein äußerlich sind auf den ersten Blick nur recht wenige Unterschied zum Vorgänger auszumachen.
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    Das Galaxy S4: Rein äußerlich sind auf den ersten Blick nur recht wenige Unterschied zum Vorgänger auszumachen.

  • Im direkten Vergleich bestätigt sich dies, auch die Abmessungen sind beinahe identisch.
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    Im direkten Vergleich bestätigt sich dies, auch die Abmessungen sind beinahe identisch.

  • Die Software  wurde wie gewohnt mit Samsungs Touchwiz angepasst...
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    Die Software  wurde wie gewohnt mit Samsungs Touchwiz angepasst...

  • ...basiert im Kern aber auf dem aktuellen Android 4.2.2.
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    ...basiert im Kern aber auf dem aktuellen Android 4.2.2.

Äußerst flott und sehr guter Bildschirm - Samsungs Softwareinnovationen können nur bedingt überzeugen

Im Rahmen einer für so manche ZuseherInnen wohl etwas gewöhnungsbedürftigen Inszenierung hat Hardwarehersteller Samsung am Donnerstag jenes Smartphone präsentiert, mit dem man in den nächsten Monaten den Markt dominieren will: Das Galaxy S4 protzt vor allem mit topaktueller Hardwareausstattung, will aber auch mit seiner weiter zunehmenden Zahl an herstellerspezifischen Android-Modifikationen punkten.

Hands-On

Am Rande der Präsentation hatte auch der WebStandard die Möglichkeit einen ersten Blick auf das Gerät zu werfen, woraus der folgende Erfahrungsbericht resultiert. Wie immer bei solchen Hands-Ons üblich, sei darauf hingewiesen, dass es sich hier natürlich nur um einen vergleichsweise flüchtigen Eindruck handelt, und zentrale Themen wie Akku-Laufzeit oder Stabilität der Software in einem solch zeitlich eng umrissenen Rahmen nicht seriös beurteilt werden können. Zudem soll sich das Hands-On auf subjektive Eindrücke konzentrieren, zu den Spezifikationen wurde ohnehin schon anlässlich der Präsentation vieles gesagt, auf das hier einfach nur verwiesen sein soll.

Irgendwie bekannt

Der erste Eindruck überrascht gleich mal - allerdings vielleicht etwas anders als manche erwarten würden. Auf den ersten Blick werden nämlich wohl nur die wenigsten ein Galaxy S4 von seinem Vorgänger unterscheiden können. Auch wenn der Bildschirm rein nominell von 4,8 auf knapp 5-Zoll angewachsen ist, bleiben Abmessungen und Grundform praktisch identisch, lediglich die geringere Dicke fällt auf.

Kunststoff

Die Verarbeitungsqualität des Galaxy S4 liegt im Rahmen dessen, was man von Samsung gewohnt ist, und vor allem durch die Verwendung von Kunststoff als Gehäusematerial regelmäßig die Geister spaltet - auch wenn der Hersteller - nicht ganz zu unrecht - betont, dass diese Wahl entscheidende Vorteile hat, etwa in Fragen Widerstandsfähigkeit. Die auf Fotos zu sehende, leichte Textur ist übrigens nur ein optisches "Gimmick", außen präsentiert sich das Gerät weiter glatt. Die Rückabdeckung des S4 ist relativ dünn und biegsam, was auch schon ohne Abnehmen bei einem festeren Griff zu spüren ist. Ein echtes Plus ist hingegen, dass sich darunter ein leicht austauschbarer Akku befindet, was mittlerweile ja auch bei der Android-Konkurrenz keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Display

Der Bildschirm ist - wie von den Spezifikationen schon zu erwarten ein echter "Hingucker". Einzelne Pixel sind beim Galaxy S4 mit seiner Full-HD-Auflösungen mit freiem Auge einfach nicht mehr auszumachen, daran ändert auch der Aufbau der Subpixel mit einer sogenannten - und immer wieder umstrittenen - Pen Tile Matrix nichts. Umgekehrt hat diese Anordnung den Vorteil, dass der Bildschirm potentieller heller ist als andere, untere den schwierigen Lichtverhältnissen eines solchen Hands-On konnte dies aber nicht letztgültig ermittelt werden.

Fortschritte

Im direkten Vergleich zeigt sich ein sichtbarer Fortschritt zum Bildschirm des S3, vor allem was Bildqualität als auch Farbechtheit anbelangt. Mit einem LCD kann man sich in der letzten Kategorie aber natürlich weiterhin nicht messen, dafür gibt es im Tausch das AMOLED-typische "echte" Schwarz ohne Hintergrundleuchten.

Gorilla Glass 3?

Ein interessantes Detail am Rande: Wie ein Samsung-Mitarbeiter im Rahmen des Hands-On gegenüber dem WebStandard versichert, kommt beim Galaxy S4 bereits das noch recht neue Gorilla Glass 3 zum Einsatz. In den der Presse mitgeteilten - noch unvollständigen - Spezifikationen findet sich dieser Hinweis allerdings nicht, insofern ist diese Information mit Vorsicht zu genießen.

Speed

Viel wurde im Vorfeld über den Exynos 5410-Prozessor und dessen acht Kerne (vier "schnelle", vier "stromsparende") gesprochen. Erste Benchmarks weisen diesem einen signifikanten Vorsprung zur Konkurrenz aus, viel wichtiger als solche Testfälle ist aber ohnehin, wie sich das Galaxy S4 in Alltagssituationen schlägt. Und da ist der erste Eindruck ein hervorragender: Egal was ausprobiert wurde, Hänger gab es keine zu sehen, Apps waren umgehend gestartet, auch Webseiten laden aufällig flott.

Wahlweise

Die zweite angekündigte Variante des S4 mit klassischem Quadcore-Prozessor gab es im Hands-On nicht auszuprobieren, insofern kann über deren Performance auch keine Aussage getroffen werden. Rein von der Papierform her sollte aber auch der mit 1,9 GHz getaktete Snapdragon 600 absolute Top-Geschwindigkeiten bieten.

Kamera

Im Rahmen eines Hands-On, in dem die Geräte nicht vom Platz entfernt werden dürfen, kann die Qualität einer Kamera natürlich nur begrenzt getestet werden. Trotzdem lässt sich im direkten Vergleich zumindest so viel sagen: Mit seiner 13-Megapixel-Auflösung, vor allem aber mit dem neuen, lichtstärkeren Sensor, liefert das Galaxy S4 tatsächlich eindeutig bessere Fotos als sein Vorgänger.

Die dazu gehörige Software hat ebenfalls einige neue Tricks gelernt: So funktioniert denn auch die gleichzeitige Aufnahme mit Front- und Rückkamera im Test bestens. Die NutzerInnen können die Eigenaufnahme frei im eigentlichen Foto positionieren, in der Größe verändern und mit einem Rahmen versehen. Alternativ dazu kann auch die Funktion "Split Screen" gewählt werden, bei der beide Fotos nebeneinander angeordnet werden.

Eraser

Ebenfalls nett ist der "Eraser"-Modus bei der durch die Kombination mehrerer Aufnahmen kurz im Hintergrund auftauchende Personen oder Objekte automatisch entfernt werden können - quasi die eingebaute Anti-"Photobomb"-Funktion. Wie auch der "Drama Photo Modus", der dazu gedacht ist, mehrer Bewegungsstufen einer Person in ein Bild zu basteln, hängt die Erfolgsquote dieser Funktion stark vom jeweiligen Ambiente und hier im speziellen von den Lichtverhältnissen und dem Hintergrund ab.

Android

Wenn wir schon bei der Software sind. Wer bei der Samsung-Präsentation nicht ganz genau aufgepasst hat, hätte es schon mal versäumen können, aber: Das Galaxy S4 basiert wie seine Vorgänger auf Android, hier in der aktuellsten Version 4.2.2 enthalten. Ein "Up-to-date"-Status, der ebenso erfreulicher wie flüchtiger Natur sein dürfte. Ist doch davon auszugehen, dass Google Mitte Mai im Rahmen der eigenen IO-Konferenz mit "Key Lime Pie" eine neue Android-Generation präsentieren wird. Vom anvisierten Marktstart des S4 bis zur Google IO sind es gerade einmal zwei bis drei Wochen, bleibt also einmal mehr zu hoffen, dass Samsung weiter an der Beschleunigung des eigenen Update-Prozesses arbeitet.

Smart Scroll

Wobei Samsung den Schwerpunkt der Galaxy-S4-Präsentation aber ohnehin primär auf die eigenen Softwareanpassungen legte. Zu den diesbezüglichen Neuerungen gehört "Smart Scroll", bei dem mit einer leichten Kippbewegung des Handgelenks Text - oder auch eine Webseite - vor- und zurückgescrollt werden kann. Dies allerdings nur, wenn die NutzerInnen gerade ihren Blick auf das Gerät gerichtet haben. Im Schnelltest funktionierte das so einigermaßen zuverlässig - und wirkte dabei doch eher wie eine Spielerei.

Smart Pause

Noch etwas besser sah die Trefferquote bei "Smart Pause" aus, das automatisch die Videowiedergabe stoppt, wenn der Nutzer in eine andere Richtung blickt. Einschränkend ist allerdings zu bemerken, dass dies derzeit nur mit dem Samsung Video Player funktioniert, bei Youtube tut sich in dieser Hinsicht hingegen genau gar nichts.

Aktiv?

Beim Testgerät waren beide neuen Smart-Funktionen übrigens von Haus aus deaktiviert, laut Auskunft zweier Samsung-Mitarbeiter soll dies aller Voraussicht nach auch bis zum Launch so bleiben. Anderen JournalistInnen wurde hingegen wiederum mitgeteilt, dass die Funktion nur für die Testzwecke im Rahmen des Samsung-Events gezielt deaktiviert wurde, damit auch die einfache Ein- und Abschaltbarkeit demonstriert werden kann. Welche dieser beiden Aussagen nun der Realität entspricht, wird sich wohl erst beim offiziellen Marktstart endgültig klären lassen.

Air Gestures

Ebenfalls neu sind die "Air Gestures", mit denen beispielsweise mit einer einfachen Handbewegung - also ohne den Bildschirm zu berühren - durch die Bilder in der Galerie "geblättert" werden kann. Im Kurztest funktionierte dies nicht gänzlich problemlos. Das Galaxy S4 erkannte die Bewegungsrichtung nicht immer richtig, beziehungsweise ignorierte entsprechende Gesten manchmal gleich ganz. Samsung hofft, dass künftig auch zahlreiche Apps die Air Gestures unterstützen, so soll angeblich bereits eine entsprechend angepasste Version von Flipboard in Entwicklung sein, das sich für solche eine Steuerung tatsächlich besonders gut eignen könnte.

Den besten Eindruck von den neuen Samsung-Features macht der "Air Touch". Wird der Finger knapp über dem Bildschirm gehalten - im Test erwies sich ein Abstand von nicht ganz einem Centimeter als die maximale Grenze - bietet das Galaxy S4 je nach App diverse Zusatzfunktionen. Primär nutzt man dies für eine Art Vorschau, bei Bildern in der Galerie wird also beispielsweise eine größer Version des unter dem Finger liegenden Fotos als Overlay eingeblendet. Bei Mails wiederum lässt sich so, ohne die Nachrichtenübersicht verlassen zu müssen, in die ersten Zeilen einer Nachricht hineinschnuppern. Der Video-Player zeigt mit einem "Air Touch" wiederum über der Fortschrittsanzeige ein Vorschaubild zur betreffenden Stelle an.

S Translator

Mit dem "S Translator" will sich das Galaxy S4 als eine Art Universalübersetzer andienen. Dabei werden neun Sprachen unterstützt, darunter Deutsch, Englisch oder Japanisch. Einzelne Phrasen können wahlweise mündlich oder per Tastatur eingegeben werden, und werden im Optimalfall umgehend vom Smartphone in der Zielsprache wiedergegeben. Samsung stellt sich vor, dass so eine Konversation zwischen zwei Personen möglich wird, die sich sonst nicht verständigen könnten. Die Alltagstauglichkeit dieses Features muss sich freilich erst beweisen, im Test hatte das S4 jedenfalls seine liebe Not deutsche Sätze im lauten Ambiente so einer Veranstaltung zu verstehen. Für einfache Fragen - etwa auf Reisen - könnte sich der "S Translator" aber trotzdem als recht hilfreich erweisen.

Group Play

Und dann gibt es noch Group Play, das die Synchronisation zwischen einer Gruppe von Galaxy-S4-Smartphones ermöglicht. Eine durchaus interessante Technologie, die von Samsung auf der Bühne aber in der denkbar absurdesten Weise präsentiert wurde. Eine Gruppe von Frauen wolle eine Party machen und da sie keine Sound-Anlage zur Verfügung haben, nehmen sie schnell mal ihre Smartphones und verwandeln diese per "Group Play" in eine Lautsprecher-Phalanx... Spannender da schon eher, dass Group Play auch für Multiplayer-Spiele genutzt werden kann - und soll. Auch die Verwendung für eine synchronisierte Bilderansicht könnte reale Anwendung finden.

Vorinstalliert

Bei der Softwareausstattung des S4 fällt allgemein auf, dass Samsung dazu neigt, relativ viele Apps vorzuinstallieren. So gibt es etwa gleich zwei Browser neben dem gewohnten Samsung-Browser wird also auch Google Chrome mitgeliefert. Und dazu kommen dann noch die in ihrer Zahl stetig wachsenden, herstellerspezifischen Apps wie etwa das neue Samsung Health.  Dabei ließe sich natürlich trefflich darüber disputieren, ob all das wirklich von Haus aus installiert sein sollte - der Autor meint gänzlich subjektiv: Nein.

Fazit

An der Hardware des Galaxy S4 gibt es eigentlich nichts auszusetzen - ganz im Gegenteil: Der Bildschirm ist toll (mit den AMOLED-typischen Vor- und Nachteilen), die Performance ist absolute Spitzenklasse, und auch sonst hat Samsung nicht an High-End-Innereien gespart. Die vom Hersteller in den Vordergrund gerückten, eigenen Erweiterungen für Android können auf den ersten Blick hingegen nur bedingt überzeugen. Längst nicht alles funktioniert reibungslos, manches fällt schlicht in die Kategorie "Spielerei".

Wo ist Google?

Darüber hinaus fallen zwei Dinge auf: Samsungs zunehmender Drang Google-Services zu ersetzen, anstatt auf diese aufzubauen, und überhaupt der Umstand Android als Implementationsdetail in den Hintergrund zu drängen. Hier zeichnet sich - wie gerade in den letzten Wochen eifrig spekuliert wurde - durchaus ein gewisses Konfliktpotential ab. Bleibt abzuwarten, wie sich dies weiterentwickelt, vor allem auch angesichts dessen, dass Googles Ambitionen eigene Hardware anzubieten, in den letzten Monaten unübersehbar gewachsen sind.

Gewinner

Bei all der gerade geübten Kritik darf aber natürlich nicht übersehen werden: Das Galaxy S4 ist ein durchaus tolles Gerät, dass sich in der absoluten Spitzenklasse aktueller Android-Smartphones positioniert. Und wie auch der Launch-Event einmal mehr unterstreicht, wird allein schon die aktuelle Markt- und Werbemacht von Samsung dafür sorgen, dass sich das Galaxy S4 rasant verkaufen wird - so viel dürfte sicher sein. 

Verfügbarkeit

Das Galaxy S4 soll bereits ab Ende April in Österreich erhältlich sein, und zwar gleich bei allen heimischen Mobilfunkanbietern. Zum Preis hüllt sich Samsung selbst noch in Schweigen, von Seiten der Provider spricht man allerdings von 699 Euro für die kleinste Variante mit 16 GByte Speicherplatz . (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 17.03.13)

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Bei all der gerade geübten Kritik darf aber natürlich nicht übersehen werden! welche kritik?!?!
minderwertiges handy um so viel geld! ich bleibe bei apple und setze auf innovation!

Statt acht Kerne wie angekündigt

gibt es am Anfang nur 4 Kerne CPUs - um etas mehr Geld - 729,- Euro für 16GB!! Lieferschwierigkeiten bei der eigenen 8 Kern CPU!
Die sind schön langsam schlimmer als Apple!

Klingt nach FUD.

Quelle ?

Hinweis:

infantile rotstriche sind KEINE quelle.

Wir halten also fest: FUD

die Quelle wurde doch schon eine halbe Stunde vor deinem Posting hier veröffentlicht, warum also noch immer FUD?

Nein, die quelle wurde eine halbe stunde vorher GEPOSTET, aber nicht veröffentlicht, sollte eigentlich klar sein, und die etwas seltsame "freischaltpraxis" hier ist ja wohl bekannt.

"Bis das Samsung Galaxy S4 in den Handel kommt, vergehen aber noch ein paar Tage. In Deutschland will der Hersteller den Verkauf nach eigenen Angaben erst Ende April starten. Wie Samsung uns im Rahmen der Vorstellung auch sagte, kommt es hierzulande erstmal mit dem Quad-Core-Prozessor Snapdragon 600 von Qualcomm auf den Markt, der auch im HTC One oder im LG Optimus G Pro steckt. Eine Variante mit dem herstellereigenen 4+4-Chipsatz Exynos 5 Octa soll später folgen."

http://www.areamobile.de/tipps/238... g-gefallen

Schöne Kundenverarsche

Schau an, bei GH wurde die beschreibung auch still und heimlich geändert.

Ja wenn sie nichts verkaufen wollen ...

das Problem ist genau dieses "still und heimlich"! Es wird nicht gerade wenige Kunden geben, die sich das SGS4 kaufen, und gar nicht mitbekommen, dass es hierzulande vorerst nur mit geänderter Konfiguration verkauft wird.

Ui, das ist ja wirklich nicht gerade die feine englische Art.

"nicht gerade die feine englische Art"???

Sowas würde ich als riesen Abzocke bezeichnen! Wenn Samsung schon sowas macht, dann sollte das auch groß verkündet werden

Schade, aber 699,- für die billigste Variante tu ich mir sicher nicht an. Schon garnicht wenn ich mir dafür auch noch TouchWiz und andere Samsung "Schmankerl" geben darf.

Na vielleicht wird dann ja doch mal ein Nexus mein gutes "altes" Desire (mMn immer noch eines der 3 besten Androids - wenn nicht sogar das beste) ablösen.

ein eigenes Gerät von Samsung

dass sie sich nicht an die Standards von Google halten drückt den Status dieser Firma allerdings für mich nur Richtung Apple.
Sprich, wenn man dieses Handy kauft begibt man sich in die unmittelbare Abhängigkeit zu einem Hersteller - wie immer bei proprietären Erweiterungen.

natürlich kann man das Gerät auch rooten und einen eigenen Mod installieren - allerdings ändert das nichts daran, dass es viel sympathischer und besser wäre, wenn Samsung die proprietären Erweiterungen als App im Playstore anbieten würden.

Vom Hocker hat es mich nicht geworfen.
Leider geht der Trend eher dazu das Tel vielen Programme und Funktionen vollzustopfen die eh keiner braucht.
Beispiel: meine DSLR hat Funktionen die kein normaler Mensch im Leben braucht, nicht einmal Vollprofis schöpfen alle Möglichkeiten aus.
Deshalb müssen auch immer mehr Kerne verbaut werden um überhaupt noch flüssig arbeiten zu können.
Und dann schaffen sie es nicht mal eine Batterie einzubauen die mindestens drei Tage hält weil das Klump immer Dünner sein muss.
Kanten schleifen Fleisch schneiden heisst es bald.
Ausserdem muss ich mich noch einmal unbeliebt machen und feststellen das Design vom S4 passt zum verarbeiteten Material.

Aus praktischer Sicht ruft man Funktionen die man nicht braucht auch nicht auf und verbrauchen die so keine CPU-Leistung. Richtig?

Jetzt bin ich aber neugierig: welche Funktionen Ihrer DSLR braucht kein normaler Mensch? Und welche DSLR haben Sie?

is doch eh wurscht

nur fragens jetzt bitte nicht was ein "Normaler Mensch" bei der DSLR so braucht, weil das führt dazu, dass man den "Normalen" erst definieren müsste (empirisch/statistisch - auf jeden Fall mit einer belastbaren Definition), damit man dadurch erst herausfinden kann ob UserIn 'Surfer' zur Menge der Normalen gehört und deswegen DSLR wirklich overfeatured ist, oder ob er/sie Nicht-Normal ist und KollegeIn Surfer und die DSLR unter Umständen einfach nur ein bißchen inkompatibtel sind weil er/sie nicht zur Anwenderzielgruppe passt.

Ich gehe aber davon aus, dass UserIn Surfer trotzdem gerne Sein/Ihr Profigerät bei Seinen/Ihren Freunden herzeigt und meistens einfach auch nur sehr froh ist, dass die DSLR hochqualitative Bilder im AUTO-modus knipst

Der User "Surfer" geht ja auch davon aus, dass diese Features mehr Strom benötigen - obwohl sie ja logischerweise durch Nichtbenützung auch keine Energie benötigen...

Ich tendiere daher Ihrer Einschätzung zuzustimmen und erhöhe um die Anmerkung, dass er vermutlich nur zu faul ist, sich mit den Features zu beschäftigen um sie nutzen zu können :-D

time value mode... :X

Also Fazit: bomben Hardware, mäßige Softwareinnovationen

Wär hätte das gedacht...

Samsung ist nunmal stark bei Hardware und maximal Mittelmäßig bei ihren Betriebssystem und Apps.

Allerdings stellt sich insgesamt die Frage, ob dieser "muss ich haben Hype" nicht langsam abflacht. Alle, die ein High-End-Smartphone wollen, haben sich in den letzten Jahren wohl eines zugelegt - Tante und Opa greifen wohl zu billigeren Geräten.

Und wenn man bedenkt, dass die "Vorgängergeneration" mit 4-Kernen daherkommt, stellt sich schon die Frage, ob man jetzt diesen Schritt (bei einem Handy) noch mitgehen muss. Was soll da noch schneller laufen? - Und wenn ja, dann ist das definitiv ein Softwaremangel und keiner der Hardware!

die einen sprechen von ...

.... a.) Sättigung des Marktes, die anderen von
.... b.) mangelnden Innovationen

In jedem Fall wird der Hype abklingen, davon bin ich auch überzeugt. Und nicht unglücklich darüber: Denn finanziell gesehen haben wir (als Familie ... mit Kids) Unsummen in Handys gesteckt -selbst Schuld, ich weiß ..... :-)

Zusammengefasst:

- Mehr Leistung die schlicht auf einem Smartphone nicht benötigt werden
- Pentile Matrix
- Software "Innovationen" (die wirken als hätte man alles implementiert was die letzten Jahre auch nur irgendwie aufgekommen ist) die mehr Spielereien als sinnvolle Erweiterungen sind
- gleiches "Design"
- Plastik (oder Polycarbonat, whatever)
- 100€ teurer als vergleichbare Topmodelle
- Updatesicherheit = 0

Bravo Samsung, da ist dir wirklich ein tolles Gerät gelungen.

Mehr Leistung bei geringerem Verbrauch.

Pentile Matrix mit hexagonalen Pixeln und 441ppi -> also mit einer Lupe kannst es erkennen.
Software: AirView, floating Touch und Eingabe trotz Handschuhen finde ich gut.
Plastik: Ist die Art von "Plastik" die auch für kugelsichere Scheiben verwendet wird.
Updates: siehe SamFirmware.

irgendwie

ein sgs3 deja vu. obs ein aehnlicher flop wird?

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