Spritsparen: Die Zukunft ist nicht handgerührt

Kolumne18. März 2013, 16:37
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Im Antriebsstrang liegt großes Potenzial zum Kraftstoffsparen

Schon in der Vergangenheit lag im Antriebsstrang das größte Potenzial zum Kraftstoffsparen, das wird auch in Zukunft noch länger so sein. Nachdem jetzt eine Zeitlang der Verbrennungsprozess im Zylinder immer weiter ausgefeilt wurde und hier die Aussichten auf Besserung nun allmählich geringer werden, gilt nun dem Schaltgetriebe erhöhte Aufmerksamkeit. Denn in nicht optimalen Schaltzeitpunkten und hoher Reibung der Zahnräder liegen noch Reserven zur Verbesserung.

Schon jetzt stellen wir fest: Viele Automatikmodelle weisen bessere Normverbräuche auf als ihre handgeschalteten Varianten. Und das wird noch munter so weitergehen. In Zeiten ausgefuchster elektronischer Steuerungen erscheint es zunehmend anachronistisch, den Schalthebel per Hand zu rühren.

Unterschiedliche Einsatzgebiete

Dabei geht es nicht so sehr darum, ob die Automatik auf Drehmomentwandler-Basis oder jene mit Doppelkupplung siegen wird. Die Konkurrenz durch die Doppelkupplungsgetriebe hat auch bei den normalen Automatikgetrieben einen Innovationsschub gebracht. So wird es eine fließende Aufteilung geben, nämlich Doppelkupplung bei eher kleineren Fahrzeugen und maximal sportlicher Auslegung, Wandlerautomatik eher in Richtung größere Fahrzeuge und maximalen Komfort.

Und wer glaubt, Elektrofahrzeuge kämen ohne Getriebe aus, liegt auch nicht ganz richtig. Um die Arbeitsweise eines Elektroantriebs zu optimieren, gibt es sogar völlig neue Ansätze in der Getriebetechnik. Denn auch der Wirkungsgrad von E-Motoren sinkt bei ungünstigen Lastbedingungen von 95 Prozent unter 70 Prozent ab. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, 15.3.2013)

  • Schalthebel der klassischen Prägung, konkret von Hurst Shifters.
    foto: hurst shifters

    Schalthebel der klassischen Prägung, konkret von Hurst Shifters.

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