Acht potenziell belebte Exoplaneten im Umkreis von zehn Lichtjahren

Ansichtssache17. März 2013, 17:45
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foto: uni tübingen

Neues von einem echten Überlebenskünstler

Wenn es darum geht, widrige Umweltbedingungen zu ertragen, dann sind Bärtierchen eine Klasse für sich. Die nur Bruchteile eines Millimeters großen, achtbeinigen Lebewesen überstehen ein Bad in flüssigem Stickstoff ebenso wie einige Minuten in kochendem Wasser; auch ein Aufenthalt im freien All kann ihnen in der Regel nichts anhaben. Im Unterschied zu Bakterien, die in einzelnen Fällen ebenso hart im Nehmen sind, bestehen Bärtierchen aus vielen Zellen. Damit zählen sie zu den komplexesten polyextremophilen Tierarten überhaupt (d.h. Arten, die unter unterschiedlichen extremen Bedingungen existieren können). Wie sie das schaffen, ist den Forschern noch weitgehend rätselhaft, denn sie müssen sich dazu nicht unbedingt in ihrem schützenden "Tönnchenstadium" befinden.

Biologen an der Universität Leipzig haben den widerstandsfähigen Winzlingen dagegen nun ein anderes Geheimnis entlocken können. Die Forscher wiesen bei den Tieren ein bisher unbekanntes Element des Nervensystems nach: das sogenannte stomatogastrische Ganglion. Aus der spezifischen Lage dieser Struktur zogen die Forscher den Schluss, dass das eigentliche Gehirn der Bärtierchen aus nur einem Segment besteht - dem Protocerebrum.

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