Red Bull-Erpressung: Drohung gegen Wiener Supermarkt-Filiale

15. März 2013, 13:38
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Tageszeitung "Kurier" wurde Ende Februar auf Erpressung aufmerksam gemacht

Fuschl/Salzburg - Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat am Freitag bestätigt, dass es im Zuge der versuchten Erpressung des Salzburger Getränkekonzerns Red Bull eine konkrete Drohung gegen die Filiale eines Lebensmittelhändlers in Wien gegeben hat. "Bisher geht es nur um eine behauptete Kontamination", so Mediensprecher Marcus Neher zur APA. Weitere Details zum Stand der Ermittlungen wollte er nicht nennen. "Es war eine Entscheidung von Red Bull, mit der Nachricht von der Erpressung nach außen zu gehen. Wir können die laufenden Ermittlungen nicht konterkarieren, in dem wir die Öffentlichkeit mit Information versorgen."

Ermittlungen seit Anfang März

Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelt in der Causa seit Anfang März wegen des Verdachtes der versuchten Erpressung gegen unbekannte Täter. Ihre Geldforderungen sollen die Erpresser per E-Mail und Post erhoben haben. "Nach meinen Informationen hat es ein oder zwei Droh-Mails und einen Brief gegeben", bestätigte Neher. Über die Höhe der verlangten Summe machten bisher weder die Staatsanwaltschaft noch der Getränkekonzern Angaben.

Der "Kurier" zitierte in seiner Freitagsausgabe ein E-Mail vom 27. Februar, in dem die Tageszeitung auf die Erpressung aufmerksam gemacht worden war. "Seit mehr als vier Wochen akzeptiert Red Bull die Kontamination mit fäkalen Krankheitserregern wie Hepatitis A", heißt es in dem Schreiben. "Wir haben bereits mehrere Red Bull-Dosenverschlüsse kontaminiert, die sich beim Öffnen mit dem Getränk von selbst eintauchen bzw. verbinden Red Bull ignoriert das." (APA, 15.3.2013)

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