Aufsichtsrat der Telekom Austria vor Rochaden

15. März 2013, 11:20
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ÖIAG: Weiterverbleib von Anwältin Hlawati noch offen

Am 29. Mai lädt die teilstaatliche Telekom Austria zur jährlichen Hauptversammlung, wo unter anderem die Wahl des neuen Aufsichtsrates ansteht. Das Nachrichtenmagazin "Format" berichtet, dass die umstrittene Langzeit-Aufsichtsrätin Edith Hlawati der Anwaltskanzlei CHSH ausscheiden könnte.

Sieben Millionen Euro für Rechtsberatung

Ihre Doppelrolle als Anwältin der Telekom und gleichzeitig Kontrollorin des Konzerns hatten in der Vergangenheit öfters für Unmut gesorgt. Wie der Standard bereits 2012 berichtete, soll CHSH bei der Telekom bisher über sieben Mio. Euro für Rechtsberatung bezogen haben.

Hlawati sitzt auch im Aufsichtsrat der teilstaatlichen Post AG, laut dem gestern veröffentlichten Jahresbericht erhielt sie dort im Vorjahr eine Aufsichtsratsvergütung von 21.800 Euro.

Noch keine Personalauswahl

Laut der Staatsholding ÖIAG, die die Interessen der Republik am Staatsanteil von 28,42 Prozent vertritt, ist noch keine Personalauswahl gefallen. "Die Entscheidung, ob Frau Dr. Hlawati weiter für den Aufsichtsrat der Telekom Austria zur Verfügung steht, ist noch nicht getroffen. Es wird rechtzeitig bis zum entsprechenden Stichtag vor der Hauptversammlung eine Entscheidung geben.", so ÖIAG-Sprecher Bernhard Nagiller.

Dass der Strategieberater Stefan Höffinger, der als Freund von Vizekanzler Michael Spindelegger (V) gilt, in den Aufsichtsrat einziehe, wie von "Format" berichtet, soll laut involvierten Kreisen nicht stimmen. (APA, 15.3.2013)

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