Salzburger wollen sich gegen Capitals rehabilitieren

15. März 2013, 11:04
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Page: "Müssen von Beginn an voll konzentriert sein" - KAC will genauso auf 1:1 stellen

Salzburg/Klagenfurt - Für Red Bull Salzburg ist Wiedergutmachung angesagt. Nach der klaren 2:6-Niederlage zum Halbfinal-Auftakt der Erste Bank Eishockey Liga gegen die Vienna Capitals muss in Spiel zwei der "best-of-seven"-Serie am Freitagabend ein Sieg vor eigenem Publikum her, um die Finalhoffnungen nicht früh aus den Augen zu verlieren. Auf 1:1 stellen will auch der KAC in Klagenfurt gegen Meister Black Wings Linz.

Die Enttäuschung im Lager der Salzburger ist verflogen, nun herrscht die Angriffslust vor. "Wir haben einen schlechten Start hingelegt, aber es steht noch immer nur 0:1", erinnerte Verteidiger Daniel Welser. Seine Truppe habe die Niederlage analysiert und die Lehren daraus gezogen. "Wir müssen daran arbeiten, die Scheibe besser abzudecken und die Capitals in der eigenen Verteidigungszone mehr zu beschäftigen. Dann werden wir auch unsere Möglichkeiten bekommen", sagte Welser.

Der Statistik nach werden die "Bullen" einen Heimsieg einfahren, hat sich doch in den fünf bisherigen direkten Saisonduellen immer das Heimteam durchgesetzt. "Man kann sich im Play-off nie sicher sein, dass man Spiele gewinnt, nur weil es im Grunddurchgang auch so war" ist sich Welser aber bewusst. Um zu reüssieren, ist vor allem ein besserer Start als am Dienstag nötig, wo die Salzburger nach etwas mehr als zwei Minuten schon 0:2 zurückgelegen waren. "Wir müssen von Beginn an voll fokussiert und konzentriert sein und eine sehr, sehr gute Leistung bringen", nannte Coach Pierre Page sein Erfolgsrezept.

Die Wiener nehmen die Salzburger trotz des klaren Auftakt-Heimsiegs voll ernst. "Salzburg ist eisläuferisch sehr stark, das haben wir am Dienstag gesehen. Die Spieler haben große Qualität und werden alles geben, um ihr erstes Heimspiel zu gewinnen", warnte Capitals-Coach Tommy Samuelsson. Die 1:0-Führung dürfe man nicht überbewerten. "Der erste Schritt ist getan, nicht mehr und nicht weniger", betonte Samuelsson.

Im Duell KAC gegen Linz ist eine ausgeglichene Partie zu erwarten, wie am Dienstag, wo der Meister aus Oberösterreich erst in der Schlussphase den 3:1-Sieg fixierte. "Es war nicht einfach, das Spiel hat aber ein gutes Ende für uns genommen. Es war ein großer Sieg für uns, die Führung in der Serie ist immens wichtig", meinte Linz-Trainer Rob Daum.

Seine Spieler wollen "voller Energie" starten und hoffen darauf, eine kleine Vorentscheidung schon am Freitag herbeizuführen. "Es ist ein wichtiges Spiel für uns. Wenn wir da gewinnen können, dann kann man sicher Druck auf den KAC ausüben", sagte Kapitän Philipp Lukas. Der Titelverteidiger muss weiter ohne den verletzten Martin Grabher-Meier sowie gesperrten Andrew Hedlund auskommen, zudem ist der Einsatz des erkrankten Franklin MacDonald fraglich.

Die Klagenfurter sind jedenfalls diese Saison zu Hause gegen die Linzer noch unbesiegt, hatten sich vor der K.o.-Phase zweimal nach Penaltyschießen (2:1 und 3:2) sowie einmal 4:1 durchgesetzt. Der Auftritt des Rekordmeisters im ersten Halbfinalspiel macht KAC-Trainer Christer Olsson jedenfalls Mut. "Ich bin zufrieden mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Im letzten Drittel haben wir etwas die Linie verloren. Ich habe aber viele Dinge gesehen, die wir gut gemacht haben, die müssen wir zu Hause wieder umsetzen", sagte der Schwede. (APA; 15.3.2013)

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