Peter Stöger: "Fußballern wäre das Outing herzlich egal"

15. März 2013, 10:56
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Der Austria-Trainer befürchtet allerdings, dass das Umfeld nicht bereit sei - Tiefgehende Auseinandersetzung mit Homosexualität und Fußball notwendig

Der ehemalige Fußballspieler und jetzige Austria-Trainer Peter Stöger glaubt, dass Homosexualität im Fußball noch viel zu wenig thematisiert wird. In einem Interview mit "MO - Magazin für Menschenrechte" sagt Stöger: "Ich glaube, den allermeisten Fußballern wäre das Outing eines Kollegen herzlich egal, die denken sich: Mach deine G'schicht, jeder macht sein Ding".

Allerdings sei das Umfeld dafür nicht bereit, befürchtet der Wiener im Gespräch mit dem Magazin der NGO SOS-Mitmensch. Es bräuchte drei, vier Spieler, die zu ihrer schwulen Identität stehen, "dann wäre es für die nächsten vielleicht leichter". Um von Klischeedenken wegzukommen, bedürfe es eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Homosexualität im Fußball, denn derzeit sei dieses Thema in Österreich noch "null aufgearbeitet", so Stöger.

Der Austria-Trainer spricht im Interview außerdem über die Normalität von sprachbezogener Gruppenbildung, die integrative Kraft von Fußball und die große Burn-Out-Gefahr bei alleinerziehenden Müttern. (red, dieStandard.at, 15.3.2013)

  • Die neue Ausgabe des Menschenrechtsmagazins von SOS-Mitmensch.
    cover: mo - magazin für menschenrechte

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