Entwicklungsländer erzielten Fortschritte in den letzten zwölf Jahren

15. März 2013, 11:20
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UNDP ortet "beträchtlichen Fortschritt" in allen Regionen seit 2000, vor allem in ärmeren Regionen - Welt wird "weniger ungleich"

Norwegen ist das am höchsten entwickelte Land der Welt. Zu diesem Schluss kommt der am Donnerstag in Mexiko präsentierte Jahresbericht der Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen (UNDP), der Human Development Report (HDR). Australien und die USA belegen Platz zwei und drei. Österreich verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Rang auf Platz 18 (von 187). Die Länder mit dem niedrigsten Entwicklungsstand sind Niger, die Demokratische Republik Kongo sowie Mosambik.

Deutliche Fortrschritte bei Ländern mit niedrigem Entwicklungsstand

Der Report, der 2013 unter dem Motto "Der Aufstieg des Südens: Menschlicher Fortschritt in einer ungleichen Welt" steht, zeige, dass es über die letzten Jahrzehnte hinweg eine generelle Bewegung hin zu einem höheren Entwicklungsstand gebe - über alle Länder hinweg, erklärte die UNO. So hätten alle Gruppen und Regionen einen "beträchtlichen Fortschritt" bei allen Komponenten des Human Development Index (HDI) gemacht. Der HDI versteht sich als Wohlstandsindikator und als eine Art Alternative zu rein ökonomischen Maßstäben und berücksichtigt deshalb neben dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf auch die Lebenserwartung sowie den Bildungsgrad.

Vor allem in den Ländern mit niedrigem und mittlerem Entwicklungsstand konnten schnelle Fortschritte verzeichnet werden, hieß es in einer Aussendung. Unter den Staaten mit dem größten Entwicklungsschub innerhalb der letzten zwölf Jahre fanden sich Afghanistan, Sierra Leone, Äthiopien, Ruanda, Angola, Osttimor, Burma (Myanmar), Tansania, Liberia, Burundi, Mali, Mosambik, die Demokratische Republik Kongo sowie Niger - also Staaten, die in den vergangenen Jahren die hinteren Ränge des HDI belegten.

Österreich bei Gender Inequality Index auf Rang 14

Das UNDP schloss daraus, dass die Welt "weniger ungleich" werde. Generell gebe es einen globalen Trend hin zu "kontinuierlicher menschlicher Entwicklung". Keines der aufgelisteten Länder habe einen niedrigeren HDI-Wert als im Jahr 2000. Gleichzeitig zeigt der Report auch auf, dass dies nicht über Ungleichheiten innerhalb von Ländern oder Regionen hinwegtäuschen könne, wurde in einer Aussendung auf Anspielung der Situation der Roma in Europa betont.

Der Human Development Report beinhaltet neben dem HDI auch den Multidimensionalen Armutsindex (Multidimensional Poverty Index) und den Index der geschlechtsspezifischen Ungleichheit" (Gender Inequality Index, GII). Als GII-Spitzenreiter konnten sich erneut die nordeuropäischen Staaten (Niederlande vor Schweden und Dänemark) behaupten. Österreich konnte im Vergleich zum Vorjahr zwei Plätze gut machen und belegt aktuell Rang 14. Am schlechtesten in Punkto Gleichberechtigung schneiden die arabischen Länder, Südasien und Subsahara-Afrika ab. (APA, 15.3.2013)

 

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