Euro wieder über 1,29 Dollar

18. März 2013, 17:15
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Wien - Große Unsicherheit rund um das geplante Hilfspaket für Zypern hat den Euro heute, Montag, klar unter Druck gesetzt. Sein Tagestief erreichte die Gemeinschaftswährung in der Früh bei 1,2881 US-Dollar und damit etwa zwei Cent unter dem Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) vom vergangenen Freitag. Damit markierte er den tiefsten Stand seit drei Monaten.

Im Tagesverlauf konnte sich der Euro etwas erholen und tendierte dauerhaft über 1,29 Dollar. Im späten Handel, gegen 17 Uhr, notierte er bei 1,2957 Dollar.

Am Wochenende hatten die Euro-Finanzminister beschlossen, dass Zypern die Bankkunden des Landes mit einer Zwangsabgabe an der Rettung des Staates beteiligen soll, um eine Staatspleite abzuwenden. Insgesamt sollen damit rund 5,8 Mrd. Euro in die Staatskassen fließen.

Am morgigen Dienstag soll das zypriotische Parlament über das umstrittene Rettungspaket abstimmen. Zuvor soll jedoch noch über eine Lösung für Kleinanleger nachverhandelt werden, hieß es aus Regierungskreisen. Ursprünglich ist vorgesehen, dass Sparer mit bis zu 100.000 Euro Einlagen eine Abgabe von einmalig 6,75 Prozent zahlen müssen, Kunden mit mehr als 100.000 Euro 9,9 Prozent. Die Euro-Gruppe will bereits heute Abend in einer Telefonkonferenz über Änderungen bei der umstrittenen Zwangsabgabe auf Kontenguthaben beraten, hieß es laut dpa und AFP aus Brüsseler EU-Kreisen bzw. bei Vertretern der Euro-Gruppe.

Die zypriotischen Banken werden vorerst bis Donnerstag geschlossen bleiben, teilte die zypriotische Zentralbank mit. Damit soll verhindert werden, dass in großem Stil Geld abgezogen wird.

Das Londoner Nachmittags-Fixing für den Goldpreis wurde mit 1.603,75 Dollar/Feinunze ermittelt. Das Vormittags-Fixing lag heute bei 1.599,50 Dollar. Am Vortag wurde ein Nachmittags-Fixing von 1.595,50 Dollar festgestellt. (APA, 18.3.2013)

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