Fernost-Börsen macht Zypern Sorgen

18. März 2013, 12:46
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben zu Wochenbeginn mit einem deutlichen Minus auf die Nachrichten über das geplante Hilfspaket für Zypern reagiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbilligte sich um deutliche 340,32 Zähler oder 2,71 Prozent auf 12.220,63 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 449,75 Zähler (minus 2,00 Prozent) auf 22.083,36 Einheiten. Der Shanghai Composite ermäßigte sich um 38,38 Punkte oder 1,68 Prozent auf 2.240,02 Punkte.

Mit Verlusten tendierten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.256,47 Zählern mit einem Minus von 29,58 Punkten oder 0,90 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 101,9 Zähler oder 1,99 Prozent auf 5.027,40 Einheiten.

Die Euro-Finanzminister haben am Wochenende beschlossen, dass Kontoinhaber bei zypriotischen Banken einen Teil zum Hilfspaket beitragen sollen. Im Laufe des morgigen Tages steht eine Abstimmung des Parlaments in Zypern an, bei welcher über die Zustimmung zu dem geplanten Paket entschieden werden soll. Asiens Aktienmärkte reagierten aus Angst vor einer neuerlichen Krise in der Euro-Zone mit einem deutlichen Minus.

In China hat der neue Ministerpräsident Li Keqiang währenddessen eine langfristige Stärkung der Wirtschaft zur Hauptaufgabe seiner Regierung erklärt. Um Wirtschaftswachstum zu gewährleisten seien Wirtschafts-, Sozial- und Verwaltungsreformen notwendig, kündigte er am Wochenende an. Die angekündigten Einsparungen drückte zusätzlich etwas auf die Stimmung an den Märkten.

Rohstoffverarbeitungsunternehmen waren in Asien unter den Verlierern des Tages zu finden. Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton verzeichnete ein Minus von 2,42 Prozent und ging auf 34,69 australischen Dollar aus dem Handel. Rio Tinto gaben 2,85 Prozent ab und notierten auf 59,55 australischen Dollar. Die Aktien von Chinas größtem Kupferhersteller Jingxi Copper ermäßigten sich in Shanghai um vier Prozent auf 22,06 Yuan.

Die chinesischen Immobilienunternehmen haben ihre Verluste ausgeweitet. Guangzhou R&F Properties gingen mit einem Minus von 2,41 Prozent auf 11,32 Hongkong Dollar aus dem Handel. Agile Property Holdings fielen um 1,55 Prozent auf 8,88 Hongkong Dollar.

Die Aktien des exportorientierten Handelunternehmens Esprit gingen mit einem Minus von 2,15 Prozent auf 9,10 Hongkong Dollar aus dem Handel.

Der Yen stieg im Vergleich zu allen wichtigen Vergleichswährungen, was zu Kursverlusten bei den Exportwerten führte. An der Tokioter Börse gaben die Aktien des weltgrößten Automobilherstellers Toyota 3,39 Prozent auf 4.850,0 Yen ab. Nissan-Papiere verloren 3,45 Prozent auf 951,0 Yen.

Laut einem Zeitungsbericht werde Panasonic aus dem Plasmafernseher-Geschäft 2014 aussteigen. Um die finanzielle Lage zu verbessern hat das Unternehmen bereits den Verkauf von Immobilien und anderen rentablen Geschäftsbereichen angekündigt oder durchgeführt. Die Aktien des japanischen Elektronikkonzerns legten um 0,58 Prozent auf 692,0 Yen zu. (APA, 18.3.2013)

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