Immobilienverkäufe legten im Vorjahr leicht zu

14. März 2013, 21:30
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93.038 Verkäufe im Gesamtwert von 17,477 Milliarden Euro wurden in Österreich 2012 abgewickelt, Eigentumswohnungen wurden um 5,9 Prozent teurer

Genau 93.038 mal wechselten 2012 in Österreich Immobilien ihren Besitzer. Der Gesamtwert dieser Transaktionen erreichte 17,48 Milliarden Euro, wie das Makler-Netzwerk Re/Max am Donnerstag bekanntgab. Das Unternehmen erhebt diese Daten seit mehreren Jahren, als Grundlage dafür dient die Kaufvertrags-Sammlung von "ImmoUnited".

Mehr Transaktionen, höhere Preise

Der Wert der gehandelten Immobilien stieg demnach im Vergleich zum Jahr 2011 um 6,4 Prozent und die Anzahl der Transaktionen um 2,4 Prozent an, wie einer Aussendung vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Wien lag mit insgesamt 5,13 Milliarden Euro und einem Plus von 10,5 Prozent beim Immobilien-Verkaufswert klar voran. Damit wurde deutlich mehr als ein Viertel der gesamten Umsätze in Wien erzielt. Die Steigerung gegenüber dem Jahr 2011 beträgt beinahe eine halbe Milliarde Euro und gegenüber dem "Boomjahr" 2010 immer noch 200 Millionen.

Wertmäßig auf Rang zwei liegt Niederösterreich mit 2,64 Milliarden Euro oder 15,1 Prozent des nationalen Immo-Kuchens, Oberösterreich kehrt mit 2,15 Milliarden Euro  (12,3 Prozent) wieder auf Rang drei zurück. Das Burgenland bleibt mit 326 Millionen Euro das Schlusslicht unter den Bundesländern.

Meiste Verkäufe in Niederösterreich

Die meisten Transaktionen gab es wieder in Niederösterreich, sie legten um 2,6 Prozent auf 20.984 zu. In Wien setzte sich 2012 mit einem Minus von 1,7 Prozent der Rückgang bei der Anzahl der Verkäufe weiter fort.

In Oberösterreich nahmen die Verkäufe um 4,9 Prozent zu und überholten mit 13.848 Objekten die Steiermark (13.186). Schlusslicht nach Transaktionen ist Vorarlberg mit 4.902 Verkäufen.

Eigentumswohnungen teurer

Mit bundesweit 31.415 verkauften Einheiten war zwar die Eigentumswohnung wieder der am häufigsten gehandelte Immobilientyp, allerdings gab es hier einen Rückgang bei den Transaktionen um 3,6 Prozent. Laut Re/Max-Österreich-Chef Bernhard Reikersdorfer ist dieser Rückgang nicht auf eine geringere Nachfrage zurückzuführen, sondern auf das knappe Angebot. "Wir könnten wesentlich mehr Wohnung verkaufen."

Der Gesamtwert der 2012 in Österreich verkauften Eigentumswohnungen lag mit 5,34 Milliarden Euro jedenfalls um 3,2 Prozent über dem Vorjahr – weil die Preise bundesweit um 5,9 Prozent zulegten. Der Durchschnittspreis einer Eigentumswohnung lag 2012 bei 146.903 Euro.

Nach den Eigentumswohnungen wurden 2012 Grundstücke am häufigsten gehandelt, nämlich 25.739 mal (plus 15,8 Prozent). Die gezählten 10.446 Einfamilienhäuser bedeuteten ebenfalls ein starkes Plus von 8,2 Prozent in diesem Segment.

Teuerste Länder sind Wien und Vorarlberg

In Wien wurden im Vorjahr 9.330 Eigentumswohnungen verkauft, das waren um 459 (4,7 Prozent) weniger als 2011. Der Durchschnittspreis lag bei 163.030 Euro und damit um 7,9 Prozent über dem Vorjahr. Generell beobachtet Anton Nenning, Managing Director von Re/Max Österreich, ein "Auseinanderdriften" der Preise in den Bezirken. Ein Quadratmeter einer Wohnung im 1. Bezirk kostete mit rund 8.000 Euro beispielsweise schon das Fünffache des Preises von Simmering (1.609 Euro). Im 11. Bezirk ist eine Wohnung im Schnitt sogar noch unter 100.000 Euro zu haben, im 13. Bezirk muss man dafür mehr als das Doppelte (220.055 Euro) auf den Tisch legen, in Döbling (19.) fast das Dreifache (284.279 Euro).

Nach Bundesländern betrachtet wechselten die teuersten Eigentumswohnungen allerdings in Vorarlberg die Besitzer, wo man im Vorjahr durchschnittlich 184.550 Euro für eine Wohnung zahlte.

Billigster Bezirk ist Gmünd

Die billigsten Preise aller Bundesländer gab es im Vorjahr im Burgenland (69.267 Euro). Dort kosteten somit drei Wohnungen nicht viel mehr als eine Wohnung gleicher Größe in Vorarlberg.

Bezirksweise betrachtet gab es im Vorjahr die günstigsten Eigentumspreise Österreichs in Gmünd, wo für ganze Wohnungen im Schnitt 33.134 Euro bezahlt wurden. Auch im steirischen Bezirk Mürzzuschlag eruierte Re/max einen Durchschnittspreis von nur 33.641 Euro. (red, derStandard.at, 14.3.2013)

  • 10.446 Einfamilienhäuser wechselten im Vorjahr ihren Besitzer, das waren um 8,2 Prozent mehr als 2011.
    foto: derstandard.at

    10.446 Einfamilienhäuser wechselten im Vorjahr ihren Besitzer, das waren um 8,2 Prozent mehr als 2011.

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