Häupl fordert Sicherheitskonzept von Innenministerin

14. März 2013, 19:31
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Nur Wachzimmer zusammenzulegen und Kommissariate zuzusperren sei "extrem dürftig", meint Wiens Bürgermeister

Rust - Michael Häupl ging es bei der Klubklausur der Wiener SP in Rust sachte an und präsentierte zu Beginn seiner 50-minütigen Rede seine Vorstellung von Sport in der Mittagspause. Das Angebot der Naturfreunde zum Nordic Walking war nämlich weniger nach dem Geschmack des Wiener Bürgermeisters. "Aber von einem Heurigen zum anderen gehen, das könnte ich mir hier in Rust schon vorstellen", scherzte Häupl.

Und es ging sportlich weiter. Häupl ließ am Donnerstag noch einmal die Volksbefragung Revue passieren. Nach der breiten Ablehnung für eine Olympiabewerbung "haben wir zur Plan B gegriffen", nahm Häupl auf die geplante Errichtung eines Schwimmsport- und Leichtathletikzentrums Bezug.

"Extrem dürftig"

Der erste Tag der Klubklausur unter dem Motto "Wien. Österreich. Europa. Sozial und gerecht gestalten" stand im Wahljahr im Zeichen der Bundespolitik. Häupl betonte, ein optimaler Ausgang der Wahl würde bedeuten, dass "keine Regierung gegen die Sozialdemokraten gebildet werden kann". VP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner richtete er aus, sie solle "endlich ein zukunftsträchtiges Sicherheitskonzept für Wien ausarbeiten lassen." Nur Wachzimmer zusammenzulegen und Kommissariate zuzusperren sei "extrem dürftig und wird so nie meine Zustimmung kriegen" .

Bundeskanzler Werner Faymann, der auf dem Weg zum EU-Gipfel noch bei den Genossen in Rust vorbeischaute, erinnerte sich in seiner Rede an seine Zeit als Wohnbaustadtrat. "Ich verstehe nicht, warum die Gemeindebaubewohner sekkiert werden", sagte er in Richtung Wiener VP. Diese hatte gefordert, dass diese nach zehn Jahren belegen müssten, dass sie noch eine günstige Wohnung benötigen. (Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD, 15.3.2013)

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