Die Chancen, "C/2011 L4" zu Gesicht zu bekommen, steigen

15. März 2013, 14:21
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Im Norden Europas ist "PanSTARRS" bereits zu beobachten - Astronomin erwartet gute Sichtbarkeit mit Feldstecher

Wien - Seit ein paar Tagen ist er bereits im Norden Europas in der Abenddämmerung zu erkennen, und auch in Teilen Deutschlands ist der Komet mit dem etwas sperrigen Namen "C/2011 L4 (PanSTARRS)" schon sichtbar. In den kommenden Tagen steigen auch in Österreich die Chancen darauf, einen Blick auf den Kometen zu erhaschen - wenn das Wetter mitspielt und die Wolkendecke aufreißt. Mit der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) kann ab dem 17. März täglich ab 18 Uhr auf der Wiener Sofienalpe nach "C/2011 L4" Ausschau gehalten werden.

"Bei extrem klarem Himmel konnte man den Kometen im hohen Norden schon freisichtig sehen", erklärte Anneliese Haika von der WAA. Momentan seien die nördlichen Breiten also noch bevorzugt und angesichts des Wetters in Österreich hält Haika sich mit weiteren Prognosen noch zurück. Unter welchen Bedingungen und wie gut der Komet dann zu sehen sein wird, sei ebenfalls noch schwer zu sagen. "Ich glaube, freisichtig wird er nicht unglaublich beeindruckend werden", so die Expertin, die aber davon ausgeht, dass er mit einem Feldstecher gut zu sehen sein wird.

16. bis 23. März

"C/2011 L4" wird in der Abenddämmerung im Nordwesten nahe dem Horizont zu sehen sein. Zwischen dem 16. und 23. März werden sich nach Experteneinschätzung voraussichtlich die besten Beobachtungsbedingungen bieten. Laut WAA wird sich der Komet ab Ende März auch in der Morgendämmerung im Nordosten zeigen, ab April sollte er die ganze Nacht zu sehen sein. Bis Ende Mai wird er dann auch immer höher steigen, dabei im Laufe der Wochen aber auch zunehmend an Helligkeit verlieren. (APA/red, derStandard.at, 15.03.2013)

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    Die Aufnahme mit einem 600-Millimeter-Teleobjektiv von C/2011 L4 über Harrells im US-Bundesstaat New York stammt vom 10. März.

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