Fehlerhafte Brustimplantate: Klage gegen TÜV abgeblitzt

14. März 2013, 17:40
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Eine von den Implantaten ausgehende Gefahr reiche nicht für einen Anspruch auf Schmerzensgeld

Paris/Berlin - Im Skandal um mangelhafte Brustimplantate des französischen Herstellers PIP ist eine Betroffene in Deutschland mit einer Schmerzensgeldklage gescheitert. Eine von den Implantaten ausgehende Gefahr reiche nicht für einen Anspruch darauf, entschied das Landgericht Frankenthal (Rheinland-Pfalz) in einem am Donnerstag verkündeten Urteil. Der Nachweis gesundheitlicher Schäden sei nötig. Der TÜV-Rheinland hätte die Herstellerfirma laut Richterin auch nicht schärfer überwachen müssen (wovon die Klägerin, die nun zu berufen erwägt, ausgegangen war). Die Frau hatte sich das Silikon nach einer Krebsvorsorge-Operation einsetzen lassen und wollte 100.000 Euro Schmerzensgeld.

PIP hat hunderttausende mangelhafte Implantate verkauft. Im April startet in Marseille der Strafprozess gegen den Hersteller, bei dem der Verein für Konsumenteninformation die Interessen von 72 Österreicherinnen vertritt. (AFP/DER STANDARD, 15.3.2013)

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