AUA macht Lufthansa kleine Freude

14. März 2013, 16:35
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Sie ist die einzige Airline, die im Konzern Ergebnis verbessert hat

Frankfurt - Die AUA hat im Vorjahr operativ zwar noch einen Verlust von zehn Mio. Euro gemacht, dennoch war sie die einzige Airline im Lufthansa-Konzern, die ihr Ergebnis verbessern konnte. Das lag im Wesentlichen an Einmaleffekten.

Durch den Flugbetriebsübergang auf die deutlich günstiger produzierende Tyrolean gelang der AUA einmalig eine Ergebnisverbesserung um 51 Mio. Euro, nach einem Verlust von 59 Mio. Euro im Jahr davor. Das gab die Lufthansa-Führung unter Christoph Franz am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz bekannt.

Lob für Catering

Franz sagte auf eine Frage des Standard, er sei "zuversichtlich, dass die AUA heuer auch ohne Sondereffekte ein positives Ergebnis erwirtschaften kann". Der Lufthansa-Boss lobte das neue Cateringkonzept der AUA, das von Do & Co entworfen worden ist. Erstmals seit fünf Jahren sei dadurch ein positiver Ergebnisbeitrag erzielt worden. Es sei durchaus möglich, dass dieses Konzept in manchen Bereichen auch von der Lufthansa einführt wird. Franz schwor die Belegschaft auf weitere harte Jahre ein. 2012 ist der Konzerngewinn um ein Drittel auf 524 Mio. Euro eingebrochen. Bis 2015 soll das operative Ergebnis des Konzerns bei 2,3 Milliarden Euro liegen.

Das Ergebnis der Konzerntochter Swiss ging im Berichtsjahr um 26 Prozent auf 191 Mio. Euro zurück. Als Gründe wurden die hohen Treibstoffpreise und der hohe Kurs des Schweizer Franken genannt. Bei der Lufthansa selbst musste das Passagiergeschäft einen Verlust von 45 Mio. Euro verkraften. Ab 1. Juli übernimmt die Billigtochter Germanwings alle (bisher oft defizitären) Europa-Flüge der Lufthansa außerhalb der Drehkreuze München und Frankfurt.

Goodie für AUA-Mitarbeiter

Parallel dazu gab AUA-Chef Jaan Albrecht bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt, dass alle 6200 AUA-Mitarbeiter für 2012 eine Einmalzahlung von jeweils 500 Euro erhalten, die mit dem Märzgehalt ausgezahlt werden. Der Vorstand ist von dieser Barprämie ausgenommen. Für die Führungsebene soll es erst für 2013 Boni geben, wenn es mit den Gewinnzahlen klappt. In dem Jahr soll es einen echten operativen Betriebsgewinn geben, ohne dass Einmaleffekte verbucht werden. (Claudia Ruff, DER STANDARD, 15.3.2013)

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