Caritas-Pädagogen kündigen Streik an

14. März 2013, 16:03
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Pädagogen der Caritas- und Pfarrcaritas-Kindergärten in Oberösterreich wollen höhere Einstiegsgehälter

Linz - Die Pädagogen der Caritas- und Pfarrcaritas-Kindergärten in Oberösterreich haben für den 3. und 4. April Streiks angekündigt. Laut Medienberichten kam am Mittwoch vom ÖGB die Freigabe dafür. Anlass für die Protestmaßnahmen ist ein Gehaltskonflikt: Mitarbeiter verdienen nach Gewerkschaftsangaben monatlich um bis zu 134 Euro weniger als in privaten Betreuungseinrichtungen, Hilfskräfte um bis zu 190 Euro weniger als in Gemeindekindergärten.

"Wer nicht hören will, muss fühlen"

"Wer nicht hören will, muss fühlen", betonte GPA-djp-Regionalgeschäftsführer Andreas Stangl im Gespräch mit dem "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe). Seit einem Jahr fordere man erfolglos eine Erhöhung. Caritas und Pfarrcaritas betreiben in Oberösterreich rund 270 Kinderbetreuungseinrichtungen mit circa 2.500 Mitarbeitern. Wie viele davon an den beiden Tagen geschlossen bleiben, stand vorerst nicht fest. Die Belegschaft an den jeweiligen Standorten entscheidet darüber. Edith Bürgler-Scheubmayr, bei der Caritas für die Kindergärten zuständig, geht nicht davon aus, dass alle teilnehmen werden. "Bisher wissen wir von 22 Einrichtungen, die sich definitiv am Streik beteiligen wollen", sagte sie den "Oberösterreichischen Nachrichten".

Forderungen schon seit einem Jahr

Die Gewerkschaft erhebt ihre Forderungen schon seit mehr als einem Jahr. Im September hatte es bereits eine Protestkundgebung von rund 500 Kindergarten-Bediensteten vor dem Bischofshof in Linz gegeben. Bischofsvikar Maximilian Mittendorfer sagte damals, man warte auf das neue Dienstrecht des Landes. Den Wunsch nach höheren Einstiegsgehältern unterstütze aber auch die Caritas-Leitung, hieß es. Das Dienstrecht hat indirekt Einfluss auf die Gehälter. Die zuständige Landesrätin Doris Hummer (ÖVP) strebt ein Vereinheitlichung für alle Kindergärten - ob öffentliche oder private - an, die u.a. eine flachere Gehaltskurve mit höheren Einstiegsgehältern bringen soll. (APA, 14.3.2013)

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