Dole muss 45 Millionen Euro Bußgeld zahlen

14. März 2013, 12:30
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Wegen verbotener Preisabsprachen verdonnert ein EU-Gericht die US-Firma

Luxemburg - Der Bananenimporteur Dole muss endgültig eine EU-Strafe von 45,6 Millionen Euro wegen verbotener Preisabsprachen zahlen. Das EU-Gericht wies am Donnerstag in Luxemburg die Klage des US-Unternehmens gegen die Kartellstrafe der EU-Kommission ab. Nach Ansicht der Richter hat die EU-Behörde ihre Entscheidung ausreichend begründet und das Unternehmen nicht benachteiligt.

Beichten hilft Konkurrenz

Die EU-Kommission hatte 2008 mehrere große Importeure wegen ihrer Beteiligung an einem Bananenkartell mit Strafen von insgesamt 60,3 Millionen Euro belegt. Die Konzerne hatten von 2000 bis 2002 verbotenerweise Preise abgesprochen. Laut Gericht setzten sie jeden Donnerstagmorgen ihren Referenzpreis für die Folgewoche in acht EU-Staaten, darunter Deutschland, fest. Deshalb zahlten Endverbraucher in dieses Ländern jahrelang zu viel für Bananen. Chiquita entging einer Geldbuße, weil es als erstes Unternehmen bei den EU-Wettbewerbshütern beichtete.

Dazu gehörte auch das Hamburger Unternehmen Weichert, das damals von dem US-Konzern Del Monte kontrolliert wurde und 14,7 Millionen Euro in die EU-Kasse zahlen sollte. Weichert und Del Monte hatten mit ihrer Klage aber Erfolg: Das EU-Gericht reduzierte die Summe auf 8,8 Millionen Euro. Zur Begründung hieß es, der Fruchtimporteur Weichert habe nur einen geringen Anteil an dem Bananenkartell gehabt und zudem mit den Behörden kooperiert. Dies müsse die EU-Kommission bei ihrer Strafe mildernd berücksichtigen. (APA, 14.3.2013)

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