Schneeverwehungen und Unfälle in mehreren Bundesländern

14. März 2013, 16:16
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Ein Toter bei Unfall in der Steiermark - Auffahrunfälle in Niederösterreich - Lawinengefahr und Schwerverletzte in Oberösterreich -

In mehreren Bundesländern hat die Rückkehr der kalten Jahreszeit zu mehreren schneebedingten Verkehrsunfällen mit einem Toten und zahlreichen Verletzten geführt.

Steiermark: 49-jähriger Lenker erlitt Genickbruch

Ein 49-jähriger Obersteirer ist am Mittwoch im Bezirk Murtal mit seinem Lkw von einer schneebedeckten Landesstraße abgekommen, über eine Böschung 100 Meter in die Tiefe gestürzt und noch an der Unfallstelle gestorben. Auf der abschüssigen Fahrbahn dürfte der Anhänger des Schwerfahrzeugs ins Rutschen gekommen sein, so die Landespolizeidirektion Steiermark.

Der Lenker war kurz nach 18.00 Uhr bei starkem Schneefall auf der L539, der St.-Wolfganger-Straße, in Mönchegg im Gemeindegebiet von St. Wolfgang-Kienberg unterwegs. Plötzlich kam der Anhänger rechts von der Straße ab und riss das Zugfahrzeug mit. Der Lkw stürzte in die Tiefe und kam an einem Baum zum Liegen. Dabei erlitt der 49-Jährige einen Genickbruch. Die Feuerwehren Obdach und Weißkirchen zogen das Schwerfahrzeug über die Böschung zurück auf die Straße.

Fünf Kilometer Stau auf der Ostautobahn

Eine Lkw-Bergung hat am Donnerstagnachmittag eine Sperre der A4 (Ostautobahn) zwischen Bruck a.d. Leitha-Ost und -West erfordert, berichtete die Asfinag. Der Verkehr wurde auf die B10 umgeleitet. Es bildete sich ein Rückstau in Fahrtrichtung Wien von fünf Kilometern. Der Lastwagen war aus bisher unbekannter Ursache umgekippt. Der Treibstoff des Fahrzeugs musste abgepumpt werden.

15 Zentimeter Neuschnee in Niederösterreich

In Niederösterreich hat es am Donnerstag Neuschnee in allen Landesteilen gegeben. Im Waldviertel fielen bis zu 15 Zentimeter, im Most- und Industrieviertel bis zu zehn und im Weinviertel fünf Zentimeter. Die Fahrbahnen waren dem Straßendienst zufolge salzig bis matschig, in höheren Lagen schneebedeckt.

Abschnittsweise kam es zu Schneeverwehungen. Kettenpflicht für Schwerfahrzeuge galt auf fünf Bergstraßen. Gesperrt waren der Grenzübergang auf der L3016 bei Angern an der March und die L6248 zwischen Dorf an der Enns und Ernsthofen.

Zahlreiche Unfälle in Niederösterreich

Laut ÖAMTC haben sich einige Unfälle ereignet. So musste die B210 zwischen Alland (Bezirk Baden) und Mayerling wegen Bergungsarbeiten gesperrt werden, nachdem sich gegen 9.20 Uhr ein Pkw überschlagen hatte. Zwei Personen wurden verletzt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

Zwei Schwerverletzte hat  ein Verkehrsunfall in Heiligenkreuz (Bezirk Baden) gefordert. Ein Auto war bei dichtem Schneetreiben, schlechter Sicht und schneeglatter Fahrbahn von der B210 abgekommen und gegen eine Baumgruppe geprallt. Das Auto überschlug sich und kam auf der Fahrerseite liegend zum Stillstand. Beide Insassen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden.

Lkw bei Baden "verweht"

Starker Wind war die Ursache eines Zwischenfalls auf der B17: Gegen 7.20 Uhr wurde zwischen Günselsdorf und Oeynhausen (Bezirk Baden) ein Lkw "aus der Spur geweht". Das Schwerfahrzeug musste geborgen werden, was Stauungen im Morgenverkehr nach sich zog.

Geduld war auch auf der Westautobahn (A1) angebracht: Zwischen Loosdorf (Bezirk Melk) und der Raststation Völlerndorf kurz vor St. Pölten kam es ab 8.50 Uhr zu mehreren Auffahrunfällen. Eine Person sei dabei leicht verletzt worden. Zwei Fahrstreifen waren blockiert, es bildete sich ein rund vier Kilometer langer Rückstau in Fahrtrichtung Wien, so der ÖAMTC.

Lawinengefahr in Oberösterreich

In ganz Oberösterreich herrschten winterliche Fahrbedingungen, vor allem auf den Passstraßen war Vorsicht geboten. In den Bergen fielen innerhalb von 24 Stunden rund 20 Zentimeter Schnee. Weil dieser in höheren Lagen vom starken Wind verfrachtet wurde, stieg die Lawinengefahr oberhalb der Baumgrenze von Stufe zwei auf drei. Experten warnen vor einer erheblichen Schneebrettgefahr.

In Andorf (Bezirk Schärding) forderten in der Früh zwei Unfälle innerhalb von 30 Minuten sechs zum Teil Schwerverletzte. Zuerst konnte ein Lenker an einer Kreuzung nicht mehr rechtzeitig bremsen und rutschte auf der schneeglatten Fahrbahn in den Querverkehr. Eine Frau wurde im Wrack eingeklemmt. Wenig später kam in der Nähe des ersten Unfallortes ein mit zwei Personen besetztes Auto von der Straße ab und blieb seitlich neben der Fahrbahn liegen.

Feuwehreinsätze bei Unfällen

In Grein (Bezirk Perg) kam am Mittwochabend ein Autofahrer von der Spur ab und prallte frontal in einen entgegenkommenden Wagen. Beide Lenker wurden verletzt. Donnerstag früh geriet in Enns (Bezirk Linz-Land) eine 31-Jährige mit ihrem Pkw nach einer Kurve ins Schleudern. Das Auto rutschte in den Straßengraben, kippte um und blieb auf der Seite liegen. Die Frau wurde leicht verletzt.

Ein ähnlicher Unfall ereignete sich etwa zeitgleich in Kronstorf (ebenfalls Bezirk Linz-Land). Auch hier musste eine Lenkerin von der Feuerwehr aus ihrem Auto befreit werden, das von der Straße abgekommen war. (APA, 14.3.2013)

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    Starker Wind war die Ursache eines Unfalls auf der B17 im Bezirk Baden.

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