Bis zu 120 Dezibel in Schule und Kindergarten

14. März 2013, 10:51
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Nach einer deutschen Untersuchung leiden 28 Prozent aller 5-18 Jährigen an Hörstörungen infolge von "akustischer Umweltverschmutzung"

Regensburg - Schallpegel in großen Schulräumen wie Turnhallen oder Pausenräumen erreichen 90 bis 120 Dezibel (dB), auch im Kindergarten ist es ähnlich laut. Die Folge: Auch Schüler, die nur einen geringen Hörverlust aufweisen, haben schon schlechtere Noten in Mathematik und Deutsch .In der Welt der Erwachsenen ist an industriellen Arbeitsplätzen ab 80 dB Lärmschutz vorgeschrieben.

"Lärmbelastungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Minimierung von Lärmbelastungen, Aufklärung und Prävention von Lärmbelastungen und deren Schäden müssten zu den vordringlichen Zielen der gesundheitsbewussten Pädagogik werden", so Lutz Wilden, Initiator der Arbeitsgemeinschaft "Das gesunde Ohr". Er wünscht sich eine öffentliche Diskussion und mehr Bewusstsein für das Problem

Die Hörorgane haben in einer von Lärm geprägten Zeit keine Chance mehr, sich zu regenerieren. "Zwar können sich Hörzellen wie andere Nervenzellen nicht durch Zellteilung erneuern, aber gerade deshalb sind sie von Natur aus mit einer starken individuellen Regenerationskraft ausgestattet", so Wilden. Die Arbeitsgemeinschaft rät, selbst die Probe aufs Exempel zu machen: "Wer sein Gehör einmal für mehrere Stunden mit Ohrstöpseln abschirmt, wird bemerken, dass er hinterher die Umgebungsgeräusche stärker wahrnimmt - also besser hört".

Wilden plädiert auch für den verstärkten Einsatz von Laser-Licht in der Therapie, das seit den 1960er Jahren von wissenschaftlich erforscht wird. Low-Level-Laser-Therapeuten gehen davon aus, dass gezielt eingesetztes Laser-Licht in den Mitochondrien, den "Kraftwerken" der Zelle, eine verstärkte Energieerzeugung auslöst, welche der Zelle eine deutlich gesteigerte Eigenregeneration ermöglicht. Dadurch kann man nicht nur die Hörfähigkeit steigern, sondern auch bei Hörstürzen, Gleichgewichtsstörungen und Tinnitus Linderung bringen. In der Schulmedizin in Deutschland wird diese komplementäre Behandlungsmethode allerdings nach wie vor kontrovers diskutiert.

Die Befürworter der Therapie verweisen aber auf zahlreiche Patientenberichte, wonach mit der Laserbehandlung konventionell austherapierten Patienten nachweislich geholfen werden konnte. "Die sogenannte Low-Level-Laser-Therapie kann die Hörzellen zusätzlich zur Eigenregeneration anregen", sagt Dr. Wilden. Die langjährige Praxis habe gezeigt, dass bereits wenige Sitzungen mit dem schmerzfreien und nebenwirkungsfreien Laser-Therapieverfahren eine Verbesserung des Hörvermögens um 20 Prozent und mehr bringen können.

Schon alleine deshalb sei das Verfahren, so der Initiator der Arbeitsgemeinschaft "Das gesunde Ohr", selbst für Kinder problemlos einsetzbar. Wilden appelliert deshalb an Eltern: "Wenn bei Ihrem Kind eine Hörstörung festgestellt wurde, oder gerade festgestellt wird, sollte vor der Wahl der Therapie vor allem bei Kindern auch das sanfte Laser-Verfahren in Erwägung gezogen werden". (red, derStandard.at, 14.3.2013)

  • Die Low-Level-Laser-Therapie ist schmerz- und nebenwirkungsfrei und soll den Ohren bei der Regeneration helfen.
    obx-medizindirekt/arbeitsgemeinschaft "das gesunde ohr"

    Die Low-Level-Laser-Therapie ist schmerz- und nebenwirkungsfrei und soll den Ohren bei der Regeneration helfen.

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