Heat im Himmel, Bryant am Boden

14. März 2013, 10:23
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Miami feiert 20. Sieg in Serie - Auf den Lakers-Rekord von 33 Siegen aus den 70er-Jahren fehlt aber noch einges - Kobe Bryant mit Knöchelverletzung out

Philadelphia - Miami Heat hat am Mittwoch mit dem 98:94-Erfolg in Philadelphia den bereits 20. Sieg en suite in der NBA gefeiert. Das Team aus Florida, für das LeBron James 27 Punkte, 8 Assists sowie 7 Rebounds und Dwyane Wade 21 Zähler verbuchte, ist erst der fünfte NBA-Club, der eine solche Marke erreicht hat. Den Rekord halten die Los Angeles Lakers, die 1971/72 sogar 33 Spiele in Serie gewonnen hatten.

Die Heat sind dominant, können jederzeit einen Gang höher schalten und aus engen Spielen werden plötzlich Abschüsse. Warum das so ist, weiß "the King" Lebron James. "We just don't panic", sagt der MVP, der selbst von einem Rekord zum anderen eilt und in Philadelphia mit 27 Punkten einmal mehr Topscorer seines Teams war, "egal wer den Ball hat." Und das soll erst das Vorspiel sein. "Wir bereiten uns gerade auf die Play-offs vor", erklärt Dwyane Wade, Miamis zweiter Star, lapidar. Die letzte Niederlage kassierten die Heat am 1. Februar beim direkten Verfolger im Osten, den Indiana Pacers. Seitdem ist die Gelassenheit ihre größte Stärke und ein Wegweiser zum dritten Titel nach 2006 und 2012.

Derzeit sind die Heat auf einem Roadtrip. Fast 2000 Kilometer legten James und Co. von Miami nach Philadelphia zurück, weiter geht es über Milwaukee, Toronto und Boston. "Natürlich sind die Jungs ein wenig geschlaucht, aber alle können damit umgehen", sagt Spoelstra: "Wir sind stolz darauf, kein Team der Ausreden zu sein, egal was kommt, egal wie der Spielplan ist."

Im statistikverrückten Amerika zählen sie schon die Spiele bis zum Rekord. Erneut gegen Philadelphia, am 6. April, diesmal jedoch in der heimischen American Airlines Arena, könnte es soweit sein. Bleiben die Heat bis dahin ungeschlagen, hätten sie die ewige Bestmarke der Los Angeles Lakers, die in der Saison 1971/72 mit den legendären Wilt Chamberlain, Elgin Baylor und Jerry West 33 Spiele in Folge gewannen, eingestellt. Ein Fernziel, immerhin warten auf dem Weg noch NBA-Größen wie San Antonio oder die New York Knicks.

Platz zwei in den Geschichtsbüchern scheint den Heat jedoch kaum noch zu nehmen zu sein. 22 Erfolge nacheinander feierten die Houston Rockets in der Saison 2007/08. Bereits beim Prestige-Duell in Boston (18. März) könnte Miami diese Serie geknackt haben.

Attentat

Für die Lakers lief es derweil nicht nach Wunsch: Ihr Superstar Kobe Bryant zog sich bei der 92:96-Niederlage in Atlanta eine offenbar schwere Knöchelverletzung zu. Der 34-jährige Shooting Guard knickte kurz vor dem Spielende nach einem Wurf mit dem linken Fuß um, als er auf dem Schuh von Dahntay Jones landete. Bryant beschuldigte anschließend seinen Gegenspieler, den Fuß absichtlich dort platziert zu haben.

Der Lakers-Topscorer verließ den Platz humpelnd und musste die letzten Sekunden der Partie von der Bank verfolgen. Zuvor hatte er 31 Punkte für die Gäste aus Kalifornien erzielt. Laut Club-Sprecher John Black fällt Bryant für unbestimmte Zeit aus. (sid/APA, 14.3.2013)

Mittwoch-Ergebnisse der NBA: Philadelphia 76ers - Miami Heat 94:98, Washington Wizards - Milwaukee Bucks 106:93, Indiana Pacers - Minnesota Timberwolves 107:91, Atlanta Hawks - Los Angeles Lakers 96:92, Boston Celtics - Toronto Raptors 112:88, Oklahoma City Thunder - Utah Jazz 110:87, Houston Rockets - Phoenix Suns 111:81, Sacramento Kings - Chicago Bulls 121:79, Golden State Warriors - Detroit Pistons 105:97, Denver Nuggets - New York Knicks 117:94, Los Angeles Clippers - Memphis Grizzlies 85:96.

  • Dafür gehören Verteidiger eigentlich für eine lange Zeit gesperrt: Unter den Wurf des Angreifers zu steigen, ist dreckig, böse, grausam. 
 
    foto: epa/lesser

    Dafür gehören Verteidiger eigentlich für eine lange Zeit gesperrt: Unter den Wurf des Angreifers zu steigen, ist dreckig, böse, grausam.

     

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