Deutschland: Grüne wollen Journalismus-Förderung

14. März 2013, 09:48
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Studie plädiert für "Vielfalt im Lokalen"

Die deutsche Bundestagsfraktion der Grünen hat am Mittwoch eine Studie zur "Vielfalts- und Journalismustärkung" vorgestellt, die dem Staat medienpolitischen Handlungsbedarf im Zuge des digitalen Umbruchs konstantiert. 

Medienrechtler Bernd Holznagel und Horst Röper vom Formatt-Institut sehen vor allem regionale Publikationen von den aktuellen Entwicklungen bedroht. Die Politik habe aktiv dafür zu sorgen, dass sich "unterschiedliche Positionen im Markt der Meinungen widerspiegeln".

Neue Fördermodelle

Wie heise.de vermeldet, sind die Verkaufszahlen regionaler Abozeitungen in den letzten Jahren um zwanzig Prozent gesunken, die Werbeeinnahmen sollen um ein Drittel zurückgegangen sein. Daraus haben sich in Folge redaktionelle Verschlechterungen sowie eine Häufung prekärer Dienstverhältnisse ergeben.

Die Autoren appellieren an die Politik, die "Vielfalt im Lokalen" zu schützen und durch neue Fördermodelle zu subventionieren. Förderungswürdig erscheinen den Wissenschaftlern besonders lokale Online-Portale, Austauschplattformen sowie Weiterbildungsmaßnahmen für Journalisten. (red, derStandard.at, 14.3.2013)

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