Leitbörsen in Fernost ohne klare Richtung

14. März 2013, 11:54
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio zog um 141,53 Zähler oder 1,16 Prozent auf 12.381,19 Punkte an. Der japanische Leitindex schloss damit auf dem höchsten Stand seit September 2008. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 62,53 Zähler (plus 0,28 Prozent) auf 22.619,18 Einheiten. Der Shanghai Composite erhöhte sich um moderate 6,31 Punkte oder 0,28 Prozent auf 2.270,28 Punkte.

Die Märkte in Singapur und Sydney mussten dagegen Abschläge verbuchen. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.279,50 Zählern mit einem Minus von 9,02 Punkten oder 0,27 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um klare 60,6 Zähler oder 1,19 Prozent auf 5.043,80 Einheiten.

Unterstützung erhielten die Börsen in Tokio von der Nachricht, dass das japanische Unterhaus den designierten Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda bestätigt hatte. Damit ist für Premierminister Shinzo Abe die erste Hürde in Richtung einer noch expansiveren Geldpolitik genommen, hieß es aus dem Handel.

Die Hoffnung auf weitere Lockerungsmaßnahmen durch Kuroda beflügelte unter anderem japanische Immobilientitel. Allen voran legten Mitsubishi Estate, Japans größter Immo-Entwickler, 4,99 Prozent auf 2.727,0 Yen zu, auch Mitsui Fudosan gewannen 5,32 Prozent auf 2.773,0 Yen.

Dagegen zeigten sich Immobilienwerte in China und Hongkong klar belastet. Händler verwiesen auf die anhaltende Sorge vor einer Blasenbildung am überhitzten chinesischen Immobilienmarkt. Zudem haben die beiden Großbanken HSBC und Standard Chartered zum ersten Mal seit 2011 ihre Hypothekensätze für Hongkong angehoben hatten, hieß es aus Handelskreisen.

Dementsprechend fielen unter anderem Sun Hung Kai Properties um 3,32 Prozent auf 107,90 Hongkong Dollar, Henderson Land Development gaben 3,32 Prozent auf 49,55 Hongkong Dollar ab und Hang Lung Properties büßten 1,98 Prozent auf 29,75 Hongkong Dollar ein.

Unter den Sorgen um den chinesischen Immobilienmarkt litten zudem Rohstoff-Notierungen wie Kupfer, Eisenerz, Zink und Blei. In Folge waren Minenwerte in Sydney auf den Verkaufslisten der Anleger zu finden. BHP Billiton fielen um 2,28 Prozent auf 35,09 australische Dollar und Rio Tinto gaben 2,25 Prozent auf 60,70 australische Dollar ab. Auch die Papiere von Fortescue Metals Group, Australiens drittgrößten Eisenerzproduzenten, verloren 6,15 Prozent auf 3,97 australische Dollar. (APA, 14.3.2013)

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