Serbien: Erstes Frauenhaus für Opfer von Frauenhandel

11. August 2003, 01:07
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Zum Teil von Österreich finanziert

Belgrad - Das erste Frauenhaus in Serbien ist von der österreichischen Regierung finanziert worden. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hatte das Frauenhaus im Wert von 165.000 Euro mit österreichischer Unterstützung im April des Vorjahres eingerichtet. Mit einer weiteren Finanzhilfe in Höhe von 150.000 Euro wird das Frauenhaus nun ausgebaut.

Das Frauenhaus, in dem seit April 2002 60 ausländische und acht heimische Frauen den Schutz vor Menschenhändlern gefunden haben, dient der medizinischen und psychologischen Erstversorgung von Frauen, die mehrheitlich aus der Ukraine, Moldawien und Rumänien stammen. Nach der Erstversorgung wird ihnen eine Rückkehr in ihr Land ermöglicht.

Im Rahmen des Frauenhaus-Projektes ist in Belgrad auch eine regionale Koordinierungsstelle tätig, die dem Informationsaustausch zwischen Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien-Montenegro, Mazedonien, Rumänien und Moldawien zu Fragen des Menschenhandels dient. Sie ist auch bemüht, eine regionale Datenbank zum Thema des Menschenhandels aufzubauen.

Neues Gesetz soll Stellung der Opfer verbessern

Innenminister Mihajlovic hat die Absicht der Behörden angekündigt, durch ein neues Ausländergesetz die Stellung der Opfer des Menschenhandels zu verbessern. Entsprechend der geltenden Gesetzgebung wurden die Opfer bisher innerhalb kürzester Frist abgeschoben. Durch das neue Gesetz soll ihnen nun auch die Möglichkeit gesichert werden, im Land zu bleiben. (APA)

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