Wien: Kritik an unklaren Abrechnungen im Gemeindebau

13. März 2013, 19:26
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Laut dem Kontrollamt soll Wiener Wohnen soll Kostentreiber senken

Wien - Das Wiener Kontrollamt hat die Betriebskostenabrechnungen in den Gemeindebauten unter die Lupe genommen und ist dabei auf eine Reihe von Kostentreibern gestoßen - wie Hausbesorgungsarbeiten, Müllabfuhr und Gartenbetreuung. Auch in Sachen Wasserverbrauch setzte es Kritik. Die Gemeindebauverwaltung Wiener Wohnen wurde ersucht, die Weiterverrechnung an die Mieter mit "größtmöglicher" Sorgfalt durchzuführen - und Einsparungspotenziale zu realisieren.

Unklare Rechnungen entdeckt

Verglichen wurde die Entwicklung in den städtischen Wohnanlagen von 2006 bis 2011. Der Bereich Hausbesorger stieg insgesamt um 10,64 Millionen Euro, die Müllentsorgung wurde um 5,19 Millionen teurer und die Gartenbetreuung schlug mit einem Plus von 4,27 Millionen zu Buche. Bei den Hausbetreuern hat das Kontrollamt zwar darauf hingewiesen, dass die Steigerungen auch mit dem Anstieg der Lohnkosten zu begründen sind, es wurden aber auch "nicht überprüfbare" oder unklare Rechnungen entdeckt.

Steigerungen beim Wasser waren in einem Fall durch Bauarbeiten verursacht. Eine Sanierungsfirma hat Wasser direkt aus der Hausanlage entnommen. Der Aufwand wurde den Mietern über die Betriebskosten verrechnet - was laut Kontrollamt nicht zulässig ist.

Kontrollamt fordert Untersuchung

Das Kontrollamt forderte Wiener Wohnen auf, eine "umfassende und detaillierte Untersuchung" aller verrechneten Betriebskostenpositionen durchzuführen - und: "Es wurde empfohlen, die durch eingehende Analysen erkannten Kostentreiber zu senken." Das Unternehmen sagte zu, dass " aufgrund der Empfehlung 2013 eine vertiefte Untersuchung der Betriebskosten anhand ausgewählter Wohnhausanlagen durchgeführt wird und die daraus gewonnenen Erkenntnisse 2014 einer Behandlung zugeführt" würden. (APA, red, DER STANDARD, 14.3.2013)

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