Deutschland: Zahl der Minijobber ging 2012 zurück

13. März 2013, 18:11
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Um 1,2 Prozent auf 6,8 Millionen gesunken

Bochum - Die Zahl der gewerblichen Minijobber ist im vergangenen Jahr in Deutschland um 1,2 Prozent auf 6,8 Millionen zurückgegangen. Die Minijob-Zentrale wies am Mittwoch in Bochum darauf hin, dass die Zahl seit 2004 leicht um 0,3 Prozent zurückgegangen sei, während die Gesamtzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter um 11,4 Prozent gestiegen sei. "Der oft zitierte Verdrängungseffekt von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung durch Minijobs lässt sich durch diese Zahlen widerlegen", sagte der Leiter Erik Thomsen.

Zusammen mit der um 6,5 Prozent auf rund 249.000 gestiegenen Zahl der Minijobber in Privathaushalten sind derzeit mehr als 7 Millionen Geringverdiener im Einsatz, die bis Ende 2012 monatlich 400 Euro verdienen durften. Die Verdienstgrenze ist zum Jahreswechsel auf 450 Euro angehoben worden. Während der Jobber brutto wie netto verdient, zahlt der Arbeitgeber rund 30 Prozent Abgaben.

Einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung vom Dezember zufolge nutzt jeder Minijobber den Job als zusätzliche Nebentätigkeit. Die Haupttätigkeit mache durchschnittlich 41 Wochenstunden aus - für ihren Minijob wendeten sie zusätzlich 5,3 Stunden auf. (APA, 13.3.2013)

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