Obama wirft China Unterstützung von Cyberattacken vor

13. März 2013, 17:19
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US-Präsident warnt vor "Kriegsrhetorik" bei Hackerangriffen

US-Präsident Barack Obama hat der chinesischen Regierung die Unterstützung von Cyberattacken gegen die Vereinigten Staaten vorgeworfen. "Wir haben China und anderen staatlichen Akteuren klargemacht, dass wir von ihnen erwarten, dass sie die internationalen Regeln einhalten", sagte Obama in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem TV-Sender ABC. Hinter einigen der Hackerangriffe stehe der Staat, andere würden "nur von Kriminellen" verübt.

"Ziemlich harte" Gespräche

Der US-Präsident erklärte, mit China und anderen "ziemlich harte" Gespräche über die Cyberattacken zu führen. Zugleich warnte er davor, im Zusammenhang mit Hackerangriffen "Kriegsrhetorik" zu gebrauchen. Zwischen Attacken im Netz und einem Krieg bestehe ein großer Unterschied, sagte Obama in dem am Dienstag aufgezeichneten Interview.

Der Nationale Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, hatte am Dienstag in seinem jährlichen Bericht an den Kongress vor den zunehmenden Gefahren durch Cyberangriffe gewarnt. Durch Spionage über das Internet drohten Geheimnisse der US-Militärtechnologie verloren zu gehen. Außerdem könnten Hacker "wichtige Infrastrukturen" wie Stromnetze oder die Wasserversorgung lahmlegen.

Sondereinheit der chinesischen Armee

Im Februar hatte eine Untersuchung der US-Sicherheitsfirma Mandiant die Aufmerksamkeit auf eine Sondereinheit der chinesischen Armee gelenkt, die mit hunderten Hackern von einem Gebäude in Shanghai aus Unternehmen und Behörden in den USA ins Visier nehmen soll. Ein Bericht des US-Kongresses vom vergangenen Jahr bezeichnete China als den "bedrohlichsten Akteur im Cyberspace".

Die chinesische Regierung weist die Vorwürfe zurück und betont, selbst Opfer von Cyberattacken zu sein. Am Mittwoch zeigte sich Peking aber bereit, mit den USA und anderen Staaten im Kampf gegen Cyberkriminalität zusammenzuarbeiten. "Was wir im Cyberspace brauchen ist nicht Krieg, sondern eher Regulierung und Kooperation", erklärte das chinesische Außenministerium. (APA, 13.3.2013)

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