Behörden rufen Notstand für Teile Sotschis aus

13. März 2013, 16:41
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Nach Hochwasser in der Olympiastadt mussten 573 Menschen vor den Fluten flüchten

Sotschi - Nach schweren Regenfällen im südrussischen Sotschi, wo von 7. bis 23. Februar 2014 die Olympischen Winterspiele stattfinden werden, haben die Behörden vor Hochwasser gewarnt. In einem Ortsteil von Sotschi wurde der Notstand ausgerufen, meldete die Agentur Itar-Tass. Insgesamt seien 28 Flüsse und Bäche in der Region über die Ufer getreten. 573 Personen, vor allem Bauarbeiter, suchten in den Bergen Schutz. Bei Krasnaja Poljana, wo die Skibewerbe stattfinden, wurden Teile eines Damms fortgerissen, teilte das örtliche Zivilschutzministerium mit.

Der Bau der riesigen Sportstätten in der sensiblen Ökoregion am Schwarzen Meer wird von Umweltschützern schwer kritisiert. So sollen für den Bau von Straßen, Bahntrassen und Gebäuden wertvolle Wälder zerstört worden sein.

Die Kosten für Olympia sind explodiert, schon jetzt sind sie mit 36 Milliarden Euro fünfmal teurer als geplant. Der Landesrechnungshof in Moskau beklagte am Mittwoch "unnütze" Zusatzausgaben in Höhe von 388 Millionen Euro und das Fehlen einer "effektiven Nachnutzung der Olympiaanlagen". (krud/APA - 14.3. 2013)

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