Gericht: Deutsche Bank brachte Kirch zu Fall - Bank beruft

13. März 2013, 12:35
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Deutsche Bank nimmt Niederlage gegen Erben des Medienunternehmers nicht hin

Frankfurt am Main- Die Deutsche Bank will die Niederlage gegen die Kirch-Erben nicht hinnehmen und zieht in dem Dauerstreit um Schadenersatz vor den Deutschen Bundesgerichtshof (BGH). "Wir haben nach Analyse des Urteils Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingelegt", sagte ein Sprecher des größten deutschen Geldhauses am Mittwoch in Frankfurt. "Wir halten die Entscheidung aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen für falsch."

Schadenersatz

Das Oberlandesgericht (OLG) München hatte die Bank am 14. Dezember zu Schadenersatz für die Pleite des Medienimperiums des inzwischen verstorbenen Leo Kirch im Jahr 2002 verurteilt. Der damalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer hatte kurz vor der Insolvenz in einem Fernsehinterview Kirchs Kreditwürdigkeit angezweifelt. Kirch überzog die Bank in der Folge mit zahllosen Prozessen.

Das Kirch-Lager fordert Schadenersatz in Milliardenhöhe, das OLG legte die genaue Höhe einer Zahlung nicht fest. Die Bank hatte einen Zusammenhang zwischen Breuers Äußerungen und der Kirch-Insolvenz stets bestritten.

In der schriftlichen Begründung des OLG-Urteils, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt und aus der zuerst die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Mittwoch zitierte, werfen die Richter den früheren Vorständen der Bank Falschaussagen vor. Die Bank hält dagegen: "Wir sind überzeugt, dass die Aussagen der seinerzeitigen Vorstandsmitglieder der Wahrheit entsprechen." (APA, 13.3.2013)

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