Befragungen: Mitarbeiter wollen Feedback geben

15. März 2013, 10:02
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85 Prozent der Österreicher befürworten die Möglichkeit, ihre Jobkritik regelmäßig artikulieren zu können

Wien - 85 Prozent der Österreicher sind der Ansicht, dass Unternehmen und Institutionen regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchführen sollten. Das Instrumentarium, das als Stimmungsbarometer eingesetzt werden kann und im Idealfall in konkreten Verbesserungen für die Belegschaft resultiert, wird vor allem bei leitenden Angestellten und Selbstständigen geschätzt. Nur Pensionisten plädieren mit einer Zustimmung von 91 Prozent noch häufiger für Mitarbeiterbefragungen. Das sind repräsentative Ergebnisse, die der Markforscher gfk erhoben hat. Befragt wurden 1.000 Personen ab 16 Jahren.

Mitarbeiterbefragungen dienen dazu, um Dienstnehmern eine Möglichkeit zu geben, ein Billd von ihrem Arbeitgeber zu zeichnen. Unzufriedenheit, die häufig Befragungen zum Ausdruck gebracht wird, sollte von der Firmenleitung nicht ignoriert werden, warnen Experten. Wird diesen Signalen keine Beachtung geschenkt, steigt der Frustpegel innerhalb der Belegschaft. Parallel dazu steigt auch die Lust, sich einen neuen Job zu suchen.

Ein Fünftel aktiv auf Jobsuche

Ein Frustfaktor, der nicht unterschätzt werden sollte, denn einer anderen gfk-Umfrage zufolge sind 19 Prozent der österreichischen Bevölkerung zurzeit aktiv auf Jobsuche bzw. denken ganz konkret an berufliche Veränderung. Wer noch unter 30 ist und eine gute schulische Ausbildung mitbringt, ist besonders mobil: mehr als ein Viertel von ihnen sucht aktiv nach Arbeit oder zeigt sich veränderungswillig.

Immerhin jeder zweite Österreicher liest die Stellenangebote in den Tageszeitungen bzw. im Internet, 35 Prozent machen dies manchmal, 15 Prozent regelmäßig. (red, derStandard.at, 15.3.2013)

  • Mitarbeiter möchten ihre Arbeit kritisieren dürfen.
    foto: istockphoto.com gunnar pippel

    Mitarbeiter möchten ihre Arbeit kritisieren dürfen.

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