Krude Geschäfte hinter Olympia-Medaillen

13. März 2013, 11:05
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Die US-Regierung untersucht angeblich korrupte Methoden BHP Billitons bei den Spielen 2008 in Peking

Melbourne/Peking - US-Behörden haben wegen Bestechungsvorwürfen rund um die Olympischen Sommerspiele in Peking Ermittlungen gegen den weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton eingeleitet. Der Edelmetall-Lieferant für die 2008 verteilten Medaillen bestätigte am Mittwoch, dass die US-Regierung angeblich korrupte Methoden untersuche.

Geschenke verteilt

Zuvor hatte bereits der australische Medienkonzern Fairfax berichtet, dass das US-Justizministerium zusammen mit der australischen Polizei Vorwürfen nachgehe, BHP habe an chinesische und ausländische Funktionäre Geschenke verteilt und sie unrechtmäßig bewirtet. Der Branchenprimus betonte dagegen, alle maßgeblichen Gesetze im Rahmen seines Sponsorenvertrags eingehalten zu haben.

Fairfax berichtete, BHP habe in den Jahren 2000 bis 2008 mehrere Millionen Dollar für ein Sponsorenpaket und Bewirtungsarrangements ausgegeben. Diese seien einem chinesischen Mitarbeiter zufolge mehr als 170 hochrangigen Regierungs- und Unternehmensvertretern zugute gekommen. Darunter sei auch ein Beamter gewesen, der die Industriepolitik für Chinas Stahlbranche koordiniere.

Intransparenz

Der australische Konzern gehörte 2008 in Peking nicht zu den zwölf Hauptsponsoren wie Coca-Cola oder Adidas. Stattdessen trat BHP Billiton als örtlicher Sponsor auf, der eine bestimmte Summe, deren Höhe nicht veröffentlicht wurde, an die Organisatoren zahlte und das Material für die etwa 6.000 Medaillen lieferte. 2010 hatte BHP schon eingeräumt, möglicherweise gegen Anti-Korruptionsgesetze verstoßen zu haben, nachdem bereits zuvor Ermittlungen wegen mutmaßlich korrupter Methoden eingeleitet worden waren. (APA, 13.3.2013)

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