Neue Artikelformate für die "New York Times"

13. März 2013, 11:47
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Personalisierte Navigation, viele weiße Flächen und wenig Werbemöglichkeiten

Die "New York Times" hat am Dienstag bekannt gegeben, noch dieses Jahr mit einem Relaunch der Webseite beginnen zu wollen. Die ersten vorgestellten Änderungen betreffen die Artikelformate, die für eine ausgewählte Öffentlichkeit ab sofort in ihrer derzeitigen Beta-Version ersichtlich sind. 

In einem ersten Einblick präsentiert sich die Online-Zeitung aufgeräumter und besser organisiert, die Einbindung von Fotografien, Video und interaktiven Erzählelementen wurde weiter forciert. Es wird nach Ressort gegliederte Möglichkeiten zur Personalisierung geben und die User-Kommentare können ausgeblendet werden. Die Anpassung des Bildschirmformats an die wachsende Zahl an Endgeräten geht in Richtung Web-App und die touchscreen-orientierte Navigation lässt auf eine zunehmende Ausrichtung auf mobile Endgeräte schließen. Was auffällt sind große weite Flächen, die überraschend wenig Platz für Werbung einräumen.

Blau vermisst Werberdenke

Der "Zeit Online"-Chefredakteur Wolfgang Blau, der im April 2013 als Direktor der Digitalstrategie zum "Guardian" wechselt, hat auf seiner Facebook-Seite zu den Veränderungen Stellung genommen. Blau argumentiert für das Mitdenken von Online-Werbung im Redesign von Nachrichtenseiten, sollten sie nun eine Bezahlschranke installiert haben oder nicht. Nicht nur die ästhetische Präferenz der Journalisten würde in diesem Zusammenhang von Wichtigkeit sein. Auch Werbung als Finanzierungsgrundlage vieler Medien sollte von Anfang eingeplant werden. 

Zudem gibt Blau zu bedenken, dass inzwischen rund ein Drittel der User direkt in die Artikel einsteigen, wodurch diese selbst zur "Homepage" und damit zur Werbefläche werden müssten. Aus diesem Grund würde gutes Artikel-Design von Anfang an Anzahl und Größe der Werbeflächen mitdenken. (red, derStandard.at, 13.3.2013)

  • Die "New York Times" gewährt einen ersten Blick auf das geplante Redesign der Webseite.
    foto: screenshot

    Die "New York Times" gewährt einen ersten Blick auf das geplante Redesign der Webseite.

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