Leitbörsen in Fernost schließen schwächer

13. März 2013, 13:02
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China und Japan dominieren mit Verlusten - Geplante Neuordnung des Eisenbahnministeriums wirkt sich auf chinesische Märkte aus

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch einheitlich mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio rutschte um 75,15 Zähler oder 0,61 Prozent auf 12.239,66 Punkte ab. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 333,95 Zähler (minus 1,46 Prozent) auf 22.556,65 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel um 22,63 Punkte oder 0,99 Prozent auf 2.263,97 Punkte.

Ebenfalls mit negativen Vorzeichen schlossen die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.288,52 Zählern mit einem Minus von 14,50 Punkten oder 0,44 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney sank um 24,2 Zähler oder 0,47 Prozent auf 5.104,40 Einheiten.

Verluste in Japan und China

Die asiatischen Märkte wurden besonders dominiert von den Verlusten zur Wochenmitte an den Börsen in Japan und China. In Tokio litten besonders Exportwerte unter dem Druck eines starken Yen. In Shanghai und Hong Kong sorgten sich Investoren wegen der steigenden Teuerung und einem möglichen Eingreifen der chinesischen Notenbank.

Japan Steel Works verloren in Tokio 4,63 Prozent und gingen nach einer dreitägigen Rallye mit einem Kurs von 515,00 Yen aus dem Handel. Kansai Electric Power führten den Energiesektor im roten Bereich an und schlossen mit einem Minus von 3,58 Prozent bei 728,00 Yen, nachdem Kyodo News die Nachricht gebracht hatte, dass die Regierung diesen Sommer das Energiesparen fördern will.

In Hong Kong rutschten besonders die Werte im Immobiliensektor ab. Die Stadt Shenzhen hatte Immobilienfirmen verboten, die Preise für Wohngebäude weiter zu erhöhen. So hielten Sino Land die rote Laterne im Hang Seng mit einem Minus von 5,63 Prozent bei 13,40 Hong Kong Dollar und China Resources Land gingen mit einem Abschlag von 4,01 Prozent bei 20,35 Hong Kong Dollar aus dem Handel.

Eisenbahnwerte litten

Auch die Eisenbahnwerte litten und konnten sich bis zum Handelsende nicht erholen. Die Papiere von China Railway Construction schlossen mit einem Minus von 5,56 Prozent bei 7,30 Hong Kong Dollar. Das mächtige chinesische Eisenbahnministerium soll laut eines Berichts vom Nationalen Volkskongress radikal umstrukturiert und zweigeteilt werden. Anleger sorgten sich, dass Investitionen in den Eisenbahnsektor gekürzt würden, hieß es von Händlern.

In Sydney konnten sich Ceramic Fuel Cells mit einem deutlichen Plus von 28,79 Prozent als Indexsieger aus dem Handel verabschieden. Am unteren Ende des All Ordinaries Index rangierten Metgasco mit einem Minus von 21,51 Prozent. (APA, 13.3.2013)

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