US-Ölpreis klar im Minus

18. März 2013, 14:13
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Wien - Aufgrund der Unsicherheiten rund um Zypern hat sich der Ölpreis am frühen Montagnachmittag klar im Minus gegenüber dem Vortag gezeigt. Das umstrittene Hilfspaket für Zypern, welches die Euro-Finanzminister am Wochenende beschlossen hatten, sorgt für massive Unsicherheit an den Märkten und vertreibt die Anleger damit aus risikoreichen Anlageformen, schreiben die Analysten der Commerzbank.

Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 92,40 Dollar und damit deutliche 1,12 Prozent weniger als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 108,40 Dollar gehandelt. In der Früh fiel Brent auf ein vorläufiges Tagestief von 108,30 Dollar und stand damit nur knapp über einem Drei-Monats-Tief.

Die Euro-Finanzminister hatten am Wochenende beschlossen, nur dann Hilfsleistungen an Zypern auszuzahlen, wenn auch die Bankkunden des Landes an der Rettung vor dem Staatsbankrott beteiligt werden. Zu diesem Zweck wurde eine einmalige Zwangsabgabe auf Spareinlagen angedacht. Das zypriotische Parlament soll am morgigen Dienstag über das Rettungspaket abstimmen.

Von der gestiegenen Risikoaversion belastet zeigten sich außerdem Industriemetalle. Kupfer sackte auf unter 7.600 Dollar je Tonne ab und notierte damit auf seinem tiefsten Stand seit vier Monaten, so die Experten der Commerzbank. Ebenfalls auf einem Mehrmonats-Tief handelten Zink und Blei.

Dagegen wurde Gold nach Ansicht der Commerzbank-Analysten seinem Status als "sicherer Hafen" zum Wochenauftakt gerecht. Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.599,50 Dollar und damit etwas höher zum Freitagnachmittags-Fixing von 1.595,50 Dollar. Am Vormittag überstieg Gold noch erstmals seit Ende Februar wieder die Marke von 1.600 Dollar. (APA, 18.3.2013)

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