Inzwischen fast 6.000 tote Schweine aus Schanghais Fluss gefischt

13. März 2013, 06:57
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Herkunft der Kadaver weiter unklar

Schanghai - Im Fluss sind inzwischen fast 6.000 tote Schweine gefischt worden. Innerhalb von zwei Tagen habe sich die Zahl der Tierkadaver im Huangpu-Fluss verdoppelt, teilte die Stadtverwaltung am Dienstagabend mit. Die Kadaver waren aus dem Zuchtgebiet von Jiaxing in der Provinz Zhejiang den Fluss abwärtsgetrieben. 

Die Bauern hatten die toten Tiere in den Fluss geworfen, um sie nicht verbrennen, vergraben oder anderweitig entsorgen zu müssen.

Die Wasserqualität in Shanghai soll nach Beteuerungen der Wasserversorger nicht beeinträchtigt sein. Der Fluss ist die Hauptquelle für das Trinkwasser der 23 Millionen Menschen zählenden ostchinesischen Hafenmetropole.

Kadaver in Erdlöchern vergraben oder verbrannt

Seit vergangener Woche werden jeden Tag mehr tote Schweine aus dem Wasser geholt. Ein Ende scheint vorerst nicht absehbar. Die Kadaver werden jetzt in sieben Meter tiefen Erdlöchern vergraben oder verbrannt, wie die "China Daily" berichtete.

Mehr als 20.000 Schweine sollen in Jiaxing in den vergangenen zwei Monaten verendet sein. Chinesische Behörden beteuern allerdings, es gebe "keine Epidemie" größeren Ausmaßes. In einigen Proben sei ein bekannter Schweinevirus gefunden worden, der keine Gefahr für Menschen darstellen soll.

In Jiaxing werden pro Jahr sieben Millionen Schweine aufgezogen. Bakterien verbreiten sich leicht in den überfüllten Schweineställen. Wie die örtliche Zeitung "Jiaxing Ribao" berichtete, sind viele Schweine erkrankt und gestorben. (APA, 13.3.2013)

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