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Die Kunst der Wahrnehmungs-
veränderung

15. März 2013, 11:51

Das donaufestival setzt die Programmschiene von Performances bildender KünstlerInnen - in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Krems - fort. Eine zentrale Rolle werden dabei Douglas Gordon und Tino Sehgal spielen.

Neben dem Schwerpunkt vehement politisch agierender KünstlerInnen und Kollektive aus Mittel- und Südamerika, wie Tania Bruguera mit Immigrant Movement International, Teresa Margolles, Sin Kabeza Productions, Carlos Amorales oder Fran Ilich und Diego De La Vega, setzt das donaufestival die Programmschiene von Performances bildender KünstlerInnen - in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Krems - fort. Eine zentrale Rolle werden dabei Douglas Gordon und Tino Sehgal spielen.

Der Wirklichkeit, und in diesem Falle der museal-institutionellen (Un)wirklichkeit, eine Falle zu stellen, darauf hat sich der Künstler, Choreograph und Ökonom Tino Sehgal mit sagenhaftem Erfolg verschrieben. Seine ephemeren Interventionen oder "Situationen" finden ohne Ankündigung und ohne zeitliche und räumliche Begrenzung statt. Mit fragilen und teilweise minimalsten Veränderungen des Szenarios einer Ausstellungs-Wirklichkeit entstehen Momente von Unruhe, Verunsicherung, Irritation, aber auch Momente von Wahrnehmungs-Schärfung und  Veränderung. Es werden Momente der Verweigerung, des sanften Widerstandes in einem objektorientierten Kunstsetting evoziert, Momente von ungeahnter - auch emotionaler - Intensität, die als "wirklich" empfundene Situation um wenige Millimeter "ver-rücken" und somit unsere Wahrnehmung und Erwartungshaltung um Kilometer.

Ganz anders rückt der aus Schottland kommende und in Berlin und Frankfurt lebende Medienkünstler Douglas Gordon unseren tradierten Wahrnehmungsmustern auf den Pelz. Persönliche und kollektive Erinnerung, deren Zusammenhänge, Konstruktionen und Aktivierungsprozesse stehen oft im Zentrum seiner Arbeit, die oft (pop)kulturelle Produkte wie Filme oder Musiken herangezogen hat, um mit graduellen oder massiven Veränderungen (zeitliche Dehnung oder Desintegration der erzählten Geschichte) kulturelle (Master)Narrative auch aus anderer Perspektive zu ermöglichen. Zum donaufestival lädt Douglas Gordon seine Filmklasse der Frankfurter Städelschule zu der dreitägigen Performance "All Day Breakfast". In gewohnter Manier der Demontage, Ausdehnung, De- und Neu-Konstruktion entsteht ein intermedialer Performance-Marathon in Form eines "Frühstücks".


Weitere Infos zum donaufestival 2013.

  • Artikelbild
    foto: douglas gordon
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