Burma und Kachin-Rebellen erwägen Waffenstillstand

12. März 2013, 16:19
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Friedensgespräche unter chinesischer Vermittlung

Rangun - Die burmesische Regierung und Rebellen der Kachin-Minderheit haben sich zu Gesprächen bereit erklärt, an deren Ende ein Waffenstillstand stehen soll. Beide Seiten hätten sich auf ein Abkommen geeinigt, das Verhandlungen vorsieht, "bis eine stabiler Waffenstillstand auf der Basis von gegenseitigem Verständnis, Respekt und Vertrauen gefunden ist", hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung. Ein solcher Waffenstillstand sei dann die Grundlage für einen "politischen Dialog".

Treffen am 10. April

Vertreter der Organisation für die Unabhängigkeit der Kachin (KIO) sowie von deren bewaffnetem Arm, der KIA, hatten sich am Montag und Dienstag mit Vertretern der burmesischen Regierung in der chinesischen Grenzstadt Ruili getroffen. Beide Seiten einigten sich dabei darauf, sich am 10. April erneut zu treffen. Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums erklärte, die Begegnungen seien "auf Wunsch beider Seiten" von China ausgerichtet worden.

Nach 17 Jahren Ruhe war der Konflikt zwischen den Kachin-Rebellen und Burmas Armee im Juni 2011 wieder aufgeflammt. Nach UNO-Angaben wurden seither zehntausende Menschen vertrieben. Die Regierung kündigte im Jänner einen Waffenstillstand an, die Kämpfe gingen aber weiter. Die Kachin fordern mehr Autonomie und wollen bei Verhandlungen ihre Forderungen nach mehr politischen Rechten thematisieren. Zahlreiche Gesprächsrunden seit 2011 brachten bisher keine Fortschritte. (APA, 12.3.2013)

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