Kein Verletzungsvorsatz also Freispruch

12. März 2013, 15:53
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Fußball-Fan schleuderte bengalische Fackel durchs Stadion: "Wollt' eigentlich nur provozieren"

Wien - Wegen versuchter schwerer Körperverletzung hatte sich am Dienstag ein Anhänger des FK Austria Wien im Straflandesgericht zu verantworten. Der 33-Jährige war am 25. Mai 2011 nach dem Heimspiel gegen Red Bull Salzburg gemeinsam mit zahlreichen anderen Fans aufs Spielfeld gestürmt. Dort entriss er einem jungen Mann eine brennende bengalische Fackel und schleuderte diese in Richtung des Westsektors, wo sich die Fans der gegnerischen Mannschaft befanden.

"Es war a depperte Aktion", gab sich der Angeklagte vor Richterin Andrea Philipp kleinlaut. Er habe "die Salzburg-Leute eigentlich nur provozieren wollen". Die Fans seien allerdings mit einem meterhohen Netz abgesichert gewesen, "und ich hab' gewusst, dass die Fackel da nicht durchgehen kann".

Die Staatsanwältin machte ihm allerdings zum Vorwurf, die körperliche Unversehrtheit der Polizisten und Sicherheitskräfte gefährdet zu haben, die sich zum Schutz der gegnerischen Anhänger vor dem Netz postiert und den Westsektor abgeriegelt hatten. Die Fackel war vom Netz abgeprallt und den Beamten vor die Füße gefallen.

Das Beweisverfahren ergab jedoch keine Hinweise, dass für einen Polizisten eine konkrete Gefahr bestanden hätte. Daher wurde der 33-Jährige freigesprochen. Dien Entscheidung ist nicht rechtskräftig, die Anklägerin gab vorerst keine Erklärung ab. (APA; 12.3.2013)

  • Der besagte Wurf.

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