Analysten erwarten für Post solides Ergebnis

13. März 2013, 11:20
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Wien - Die teilstaatliche Österreichische Post AG legt morgen, Donnerstag, ihr Jahresergebnis 2012 vor. Nach Analysteneinschätzung wird es für Postchef Georg Pölzl ein gewohnt entspannter Bilanzstichtag, die Post soll weiterhin sehr solide unterwegs sein. Im Vorfeld hatte der Eigentümervertreter ÖIAG bereits Rosen gestreut, einen Arbeitskonflikt mit der Belegschaftsvertretung konnte Pölzl vor einigen Wochen abwenden.

Die Marktbeobachter von Erste Group und Raiffeisen Centrobank erwarten ein Ergebnisplus auf EBIT-Basis von zwölf Prozent auf 188,25 Mio. Euro. Der Nettogewinn soll um zehn Prozent auf 136,4 Mio. Euro anwachsen. Der Umsatz soll stabil bei 2,35 Mrd. Euro liegen. Die Dividende soll 1,75 bis 1,80 Euro je Aktie betragen, ein Wert, den zuletzt auch Pölzl im Raum stehen ließ.

Handlungsbedarf hat die Post AG nach wie vor bei der Umrüstung der Hausbrieffachanlagen. 200.000 harren noch der Umwandlung in eine konkurrenzfreundlichere Lösung, sprich auf die Möglichkeit, dass auch Mitbewerber ohne Postschlüssel ihre Poststücke in den Briefschlitz einwerfen können.

Dafür dürfte zumindest bei den Briefzustellern wieder Ruhe eingekehrt sein. Eine geplante Ausweitung der Zustellgebiete hatte zu Streikdrohungen geführt, nun wurde eine Abkühlphase samt Marktbeobachtung vereinbart. Weiters soll es hundert zusätzliche Zusteller geben. An der grundsätzlichen Umstellung der Gebiete soll sich aber nichts ändern.

Der De-facto-Monopolist im Briefgeschäft gehört noch zu 52,85 Prozent dem Staat, um weitere Privatisierungsschritte - wie von der ÖVP angedacht - ist es zuletzt ruhig geworden. Im Gegensatz zur ebenfalls teilstaatlichen Telekom Austria blieb die Post in den diversen Korruptionsfällen aus der Zeit der ÖVP/FPÖ/BZÖ-Regierung unter dem damaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) völlig ungeschoren. Womit auch jene Kritiker eines Besseren belehrt wurden, die Betriebe mit hohem Staatseinfluss als besonders korruptionsgefährdet sehen - der Staatsanteil ist bei der Post doppelt so hoch wie bei der Telekom. (APA, 13.3.2013)

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