Ländern, die Nashörner zu wenig schützen, drohen harte Sanktionen

12. März 2013, 15:38
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Bei der Artenschutzkonferenz in Bangkok wurden Maßnahmen gesetzt, um mafiöse Strukturen der Wilderer zu zerschlagen

Im Geschäft der Nashorn-Wilderer spielen Mosambik und Vietnam unrühmliche Rollen. Vertreter der Cites-Artenschutzkonferenz fordern die beiden Länder nun auf, einen Aktionsplan zur besseren Verbrechensbekämpfung vorzulegen. Den Ländern drohen ab dem kommenden Frühjahr sogar Handelssanktionen, falls sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Das würde Millionenverluste für die jeweiligen Länder bedeuten.

Aberglaube bedroht Nashörner

Vietnam soll zum Beispiel einen Aktionsplan gegen illegalen Nashornhandel im Land entwickeln und umsetzen. Andernfalls würden spätestens im nächsten Jahr Handelssanktionen gegen das Land drohen. Die stark gestiegene Nachfrage nach den Hörnern der Tiere, die laut vietnamesischem Aberglauben gegen Krebs helfen, heizt die Wilderei kontinuierlich an. In Südafrika wurden in diesem Jahr bereits 146 Tiere gewildert. 

Unkontrollierte Elfenbeinmärkte werden geschlossen

Im Falle der Elefanten wurden Thailand, China, Uganda, Kenia, Tansania, Südafrika, Malaysia, Vietnam und die Philippinen verpflichtet ihre illegalen, unkontrollierten nationalen Elfenbeinmärkte zu schließen und ihre zum Teil erheblichen Elfenbeinvorräte zu registrieren und besser zu sichern.

Staaten müssen mafiöse Strukturen der Wilderer aufdecken

Auch müssen Strafverfolgung und länderübergreifende Zusammenarbeit verbessert werden und neue Techniken wie DNA- und Isotopen-Analyse eingesetzt werden. Ziel ist es, die mafiösen Wildereikartelle zu zerschlagen und Mittelsmänner und Schaltzentralen der Wilderei aufzudecken. Können die Staaten bis zum nächsten Treffen des Ständigen Ausschusses von CITES im Frühjahr 2014 keine Fortschritte vorweisen, droht den Ländern ebenfalls ein Handelsbann.

Auch Tropenholz wird besser geschützt

Für viele Arten von Ebenhölzern, Rosenhölzern und Palisander aus Lateinamerika, Asien und Madagaskar ist der internationale Handel zukünftig nur noch unter strengen Auflagen möglich. Sie wurden in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES aufgenommen.

Die auf dem internationalen Markt hochpreisigen Edelmaterialien werden vor allem im Möbel- und Instrumentenbau eingesetzt. Vor allem Hölzer aus Madagaskar wurden in den vergangenen Jahren in großen Mengen illegal abgeholzt und nach China und Europa ausgeführt, trotz eines Exportverbots, das Madagaskar im Jahr 2010 eingeführt hatte. (jus, derStandard.at, 12.3.2013)

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    Ein Riesenschritt für den Nashornschutz: Länder, die illegale Wilderer nicht genügend bekämpfen, drohen harte Handelssanktionen.

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