Föderl-Schmid übernimmt Theodor Herzl-Dozentur für Journalismus 2013

12. März 2013, 14:25
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Haas: "Engagierte und kompromisslose Kämpferin für unabhängigen Qualitätsjournalismus"

Wien - Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin des STANDARD und Co-Herausgeberin von STANDARD und derStandard.at, übernimmt die Theodor Herzl-Dozentur für Journalismus 2013. Sie wird in ihren drei Vorlesungen unter anderem über folgende Themen sprechen:

  • Wie kann Qualitätsjournalismus in Print und Online funktionieren? 
  • Warum müssen gerade Journalisten "supersauber" sein?
  • Wieso sind Journalisten und Politiker bzw. Wirtschaftstreibende in Österreich so verhabert?

"Kompromisslose Kämpferin für unabhängigen Qualitätsjournalismus"

 "Alexandra Föderl-Schmid ist eine engagierte und kompromisslose Kämpferin für unabhängigen Qualitätsjournalismus. Seit sie 2007 die Chefredaktion des STANDARD übernommen hat, entwickelte sie das Blatt kontinuierlich weiter", sagt Hannes Haas, Leiter der Theodor Herzl-Dozentur, "nach 14 Jahren als Korrespondentin in Berlin und Brüssel sowie Sondereinsätzen in Afghanistan, Georgien, Venezuela, Israel und in den Palästinensergebieten ist ihre Perspektive der Blick über den Tellerrand. Ihre große internationale Erfahrung tut dem Journalismus in Österreich gut. Sie hat entscheidend an der Wiedererrichtung des Presserates mitgewirkt und setzt sich für Transparenzregeln im Journalismus ein."

Alexandra Föderl-Schmid nennt Journalisteneinladungen, Pressereisen und die Finanzberichterstattung als Beispiele. Föderl-Schmid: "Auch die Medienbranche braucht klare Regeln. Wenn wir von der Politik Transparenz verlangen, dann müssen wir diese Forderung auch selbst erfüllen. Das ist eine Sache der Glaubwürdigkeit." (red, derStandard.at, 12.3.21013)

Termine
6. Mai, 13. Mai und 3. Juni 2013 jeweils 18:30 bis 20 Uhr im Hauptgebäude der Universität Wien, Audimax, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien

Hintergrund
Die Dozentur ist nach dem Wiener Journalisten Theodor Herzl benannt, sie wurde 2000 von Wolfgang R. Langenbucher am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien begründet, Hannes Haas leitet sie seit 2008. "Die Dozentur ist gerade in der österreichischen Medienkultur, die so elaboriert erklären kann, warum etwas nicht geht, ein wichtiges Zeichen und ein nachhaltiges Statement für das Gelingen von Qualitätsjournalismus. Sie soll dem journalistischen Nachwuchs Mut machen und den Beweis dafür liefern, dass herausragende Leistungen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen möglich sind," sagt Haas.

Die bisherigen Theodor Herzl-DozentInnen waren: Margrit Sprecher, Kai Hermann, Herbert Riehl-Heyse, Peter Huemer, Luc Jochimsen, Klaus Harpprecht, Gerhard Kromschröder, Sibylle Hamann, Antonia Rados, Alice Schwarzer, Florian Klenk, Heribert Prantl und Armin Wolf. Ihre Vorlesungen sind im Picus-Verlag veröffentlicht worden. Der Band von Armin Wolf ist soeben erschienen.

Vorlesungen als Buch

Armin Wolf befasste sich im Vorjahr in seinen Herzl-Vorlesungen mit den Umbrüchen in der Medienwelt.

  • Alexandra Föderl-Schmid übernimmt Theodor Herzl-Dozentur für Journalismus 2013.
    foto: standard/cremer

    Alexandra Föderl-Schmid übernimmt Theodor Herzl-Dozentur für Journalismus 2013.

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