Österreich gedachte "Anschluss" vor 75 Jahren

Ansichtssache12. März 2013, 13:57
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Wien - Österreich hat am Dienstag zum 75. Jahrestag des "Anschlusses" Österreichs den Ereignissen des 12. März 1938 gedacht. Bei einem großen Gedenkakt in der Hofburg erinnerte Bundespräsident Heinz Fischer daran, dass es in Österreich nicht nur Opfer, sondern auch Täter gegeben habe. Die Bundesregierung betonte nach dem Ministerrat am Dienstag die aktuelle Dimension des Gedenkens.

Auch Österreicher seien "massiv" an NS-Verbrechen beteiligt gewesen, so der Bundespräsident: "Nur durch die Mitwirkung sehr vieler Fanatiker, Anhänger und Mitläufer des NS-Regimes und auch durch gezieltes Wegschauen konnte das totalitäre System aufgebaut werden." Die vielen Verbrechen des "Dritten Reiches" hätten nicht begangen werden können ohne unzählige Täter - "größere, mittlere und kleinere Räder in der Maschinerie des NS-Staates".

Kranzniederlegung am Mahnmal gegen Krieg und Faschismus

Dienstag in der Früh legte Bundespräsident Fischer gemeinsam mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer am Mahnmal gegen Krieg und Faschismus einen Kranz nieder. Der neue Verteidigungsminister Gerald Klug legte als einen seiner ersten öffentlichen Auftritte gemeinsam mit der Führungsspitze des Bundesheeres einen Kranz im Weiheraum im äußeren Burgtor nieder. Dies war die erste Kranzniederlegung zum Gedenken an den 12. März seit Bestehen des Österreichischen Bundesheeres. Gedenkveranstaltungen fanden auch in den Bundesländern statt. (APA/red, 12.03.2013)

foto: standard/corn
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